10/4/2020

Premierensieg, Safety-Car-Phasen und jede Menge Action. Das war der Carrera Cup auf dem Sachsenring

Erstmalig in seiner über 30-jährigen Geschichte trug der Porsche Carrera Cup Deutschland an einem Wochenende drei Rennen aus. Bei der Veranstaltung im Rahmen des ADAC GT Masters feierte Dylan Pereira auf dem Sachsenring seinen allerersten Sieg im deutschen Markenpokal. Und den zweiten. Zwischen diesen beiden Siegen jubelte auch Larry ten Voorde über einen ersten Platz auf einer der ältesten Rennstrecken Deutschlands.

Premierensieg für Dylan Pereira

Der Gewinner des zweiten Saisonlaufs im Porsche Carrera Cup Deutschland heißt Dylan Pereira vom Förch-Racing-Team. Auf dem Sachsenring gelang dem Luxemburger sein erster Sieg im deutschen Markenpokal. Larry ten Voorde aus den Niederlanden, der von der Pole-Position ins Rennen gegangen war, erreichte den zweiten Platz in seinem Porsche 911 GT3 Cup von Nebulus Racing by Huber. Der deutsche T3/HRT-Motorsport-Pilot Leon Köhler komplettierte das Podium.

Mein erster Sieg im Carrera Cup! Ich bin richtig glücklich! Das Team hat mein Fahrzeug optimal für die letzten Runden abgestimmt. Ich war am Ende schneller als Larry ten Voorde und konnte mich dafür belohnen.

Dylan Pereira, Förch-Racing

Auf dem Traditionskurs westlich von Chemnitz folgten am Sonntag die Saisonläufe drei und vier. Während Larry ten Voorde das erste Rennen des Tages für sich entschied, fuhr im zweiten Lauf Dylan Pereira zum Sieg.

Zwei Safety-Car-Phasen sorgten im ersten Sonntagsrennen für zusätzliche Spannung. Doch Pole-Sitter ten Voorde präsentierte sich nervenstark und blieb bei beiden Re-Starts fehlerfrei. In den letzten Runden suchte Verfolger Pereira nach einer Überholmöglichkeit, aber ten Voorde verteidigte die Führung bis zur Ziellinie nach 21 Runden. Den dritten Platz belegte Diego Bertonelli vom Team Fach Auto Tech. Der Italiener feierte im deutschen Carrera Cup zum ersten Mal auf dem Podium.

Das war ein richtig gutes Rennen. Entscheidend war, dass ich mir zu Beginn einen kleinen Vorsprung herausfahren konnte und trotz der Rennunterbrechungen konzentriert geblieben bin.

Larry ten Voorde, Nebulus Racing by Huber

Auch im zweiten Lauf des Tages musste das Safety-Car während der Bergung eines Fahrzeugs auf die Strecke. Pereira zeigte sich souverän und fuhr zu einem Start-Ziel-Sieg. Verfolger ten Voorde konnte den Abstand über weite Teile des Rennens unter einer Sekunde halten, allerdings keinen entscheidenden Druck auf den Förch-Piloten aufbauen. Den dritten Platz sicherte sich als bester Fahrer aus dem Porsche Carrera Cup Deutschland Talent Pool Leon Köhler.Nach vier von elf Rennen führt ten Voorde weiterhin in der Meisterschaft. Der Niederländer kommt auf 90 Punkte. Dahinter folgen Pereira mit 79 Zählern und Köhler mit 60 Punkten.

Zwei Sieger gab es am Wochenende in der ProAm-Wertung: Während Carlos Rivas vom Team Black Falcon Team Textar das erste und dritte Rennen gewann, belegte Matthias Jeserich aus dem CarTech Motorsport by Nigrin Tema im zweiten Lauf Rang eins. Die beiden Piloten liegen in der ProAm-Klasse vor Stefan Rehkopf.

Am Samstagabend war der Carrera Cup bei „PS on Air“ zu Gast. Bei der Motorsport-Talkshow des ADAC sprachen Wolf Henzler, Fahrer-Coach des Porsche Carrera Cup Deutschland Talent Pool, sowie die beiden Youngster Leon Köhler und Laurin Heinrich über die erfolgreiche Nachwuchsförderung im nationalen Markenpokal. Die komplette Sendung gibt es auf dem YouTube-Kanal des ADAC.

Das war ein spektakuläres Rennwochenende auf dem Sachsenring. Für die Teams und Fahrer stellten die drei Läufe an einem Event eine besondere Herausforderung dar. Alle haben mit ihrem großen Engagement dafür gesorgt, dass die Zuschauer bei unseren Rennen im Rahmen des ADAC GT Masters tollen Motorsport erleben durften.

Hurui Issak, Projektleiter Porsche Carrera Cup Deutschland

Auch beim dritten Saisonstopp trägt der Porsche Carrera Cup Deutschland drei Läufe aus. Vom 16. bis 18. Oktober fährt der Markenpokal im Rahmen des ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring im österreichischen Spielberg.

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