7/22/2020

Red Bull Ring: Vollgas in den Bergen

Eine traumhafte Landschaft, eine anforderungsreiche Streckenführung auf einer Rennstrecke, die mit ihrer Infrastruktur keine Wünsche offenlässt. Der Porsche Carrera Cup Deutschland gastiert am dritten Oktober-Wochenende auf dem Red Bull Ring in Österreich.

Malerisch liegt der Red Bull Ring in einem Tal der Steiermark. Am höchsten Punkt der Strecke ergibt sich für die Fahrer ein wunderschönes Bild – theoretisch. Doch Zeit für die Schönheit der Landschaft haben sie keine. Gerade haben sie von Topspeed runtergeschaltet bis in den ersten Gang, die Spitzkehre bewältigt, reißen jetzt die Gänge wieder durch, zoomen sich mit knapp 200 km/h über die kurze Gerade am höchsten Streckenpunkt. Einfach zu anspruchsvoll ist die Berg- und Talbahn mit ihren bis zu elf Prozent Steigung, als dass die Piloten nun einen Blick in die Landschaft werfen könnten.

Frank Stippler war der erste Sieger

Mit einer Streckenlänge von etwas mehr als vier Kilometern, weist der Kurs offiziell nur zehn Kurven aus, doch die haben es meist in sich. Besonders der Bremspunkt bergauf vor der Spitzkehre ist entscheidend, denn hier heißt es mit Vollgas ankommend runterschalten bis in den ersten Gang, um anschließend mit Schwung auf die nächste Gerade zu fahren. Unterhalb des Schönberghofes rasen die Porsche 911 GT3 Cup über die Strecke, auf der die schwäbischen Sportwagen im Carrera Cup 2002 erstmals zu Gast waren. Frank Stippler wurde die Ehre zu Teil, der erste Carrera-Cup-Rennsieger zu sein. Ein Jahr später steht UPS Porsche Junior Mike Rockenfeller auf dem Podium ganz oben.

Der Österreichring sieht 1969 erstmals Rennfahrzeuge. Lange Jahre wird er dabei unter anderem auch für die Formel 1 genutzt. Mitte der Neunziger wird der Kurs verkürzt. Knapp ein Jahrzehnt später soll die Strecke zum Red Bull Ring umgebaut werden, liegt aber nach regionalpolitischen Wirren einige Jahre brach. 2010 ist der Kurs dann in der Motorsportwelt zurück und gehört seit 2011 fest zum Rennkalender des Porsche Carrera Cup Deutschland.

Bekannte Namen – erste Schritte

16 verschiedene Piloten standen in den bisherigen Carrera-Cup-Rennen in Spielberg ganz oben auf dem Podium. Bekannte Namen wir Sean Edwards, die aktuellen Porsche Werksfahrer und Young Professionals Kévin Estre, Earl Bamber, Matt Campbell, Thomas Preining und Julien Andlauer trugen sich in die Ergebnislisten ein, feierten hier ihre ersten Erfolge gemeinsam mit Porsche.

Die Fakten zum Rennen

| |

| |

__Rennen 2020__ 16.10. – 18.10.2020 Läufe 5 – 7
16.10.2020 Training
17.10.2020 Qualifikation Rennen 1
18.10.2020 Rennen 2 Rennen 3

Die Rekorde am Red Bull Ring

| |

| |

__Sieger 2019__ Rennen 1 Larry Ten Voorde (NLD)
Rennen 2 Julien Andlauer (FRA)
__Poleposition 2019 __ Rennen 1 Larry Ten Voorde (NLD) - 1:30.911 min
Rennen 2 Michael Ammermüller (DEU) - 1:30,831 min
__Schnellste Rennrunde 2019__ Rennen 1 Julien Andlauer (FRA) - 1:31,859 min
Rennen 2 Julien Andlauer (FRA) - 1:31,363 min
__Rundenrekord Porsche Carrera Cup Deutschland__ Christian Engelhart (DEU) - 1:31,152 Minuten, 10.06.2017
__Pole-Rekord Porsche Carrera Cup Deutschland__ Matt Campbell (AUS) - 1:30.503 min, 10.06.2017
Share