6/24/2020

Team CarTech: Was wir tun ist unsere Leidenschaft

Motorsport ist ein Teil dessen, was die CarTech-Mannschaft rund um David Prusa macht. Es ist Business, es ist aber vor allem Leidenschaft, wenn die bekennenden Racer aus Bayern Richtung Porsche Carrera Cup Deutschland ziehen.

Rennsport - aber bitte mit Herzblut

Hammerschläge und typische Werkstattgeräusche hallen durchs Telefon, als Teamchef David Prusa sich an Bord meldet, um ein wenig über sein Team, seine Fahrer und den Porsche Carrera Cup Deutschland zu plaudern. „Wir machen mehr als nur den Carrera Cup“, beginnt er sein Gespräch, erläutert die Hintergrund-Akustik. „Unser Geschäft ist sehr breit aufgestellt. Vom Markenpokal-Rennsport, über den Service an Sport- und Rennfahrzeugen und deren Einlagerung und Vermarktung sind wir in allen Bereichen sehr aktiv“, erzählt der Mann, der seine Mannschaft 2019 erstmals in den Porsche Carrera Cup Deutschland schickte. „Der Rennsport ist ein großer Teil unseres Business geworden und ich bin sehr froh unseren Fokus im letzten Jahr auf den Porsche Carrera Cup Deutschland gelegt zu haben.“

Der Porsche Carrera Cup hat uns als Team zusammengeschweißt.

David PrusaTeamchef CarTech Motorsport by Nigrin

Einfach war die Saison 2019 für die Neueinsteiger in Deutschlands schnellsten Markenpokal nicht. „Mit Matthias Jeserich waren wir in der Amateurmeisterschaft safe, aber in der Gesamtwertung (A-Wertung) hatten wir ungeplant mit einigen Fahrerwechseln zu kämpfen. Dies war nicht einfach für uns, hat uns aber schnell gezeigt, wo wir mit unserer Teamleistung stehen, wenn wir einem schnellen Fahrer - wie zum Beispiel Joey Mawson - unser Auto geben. Das hat uns wirklich extrem motiviert, da wir nun wussten, dass wir mit den Gegnern mithalten können und ab da war klar - es geht. “ Lob findet Prusa auch für einen absoluten Neueinsteiger: „Was Laurin Heinrich bei seiner Carrera-Cup-Premiere auf dem Sachsenring gezeigt hat, war aller Ehren wert – Klasse!“

Am Ende des ersten Cup-Jahres zieht der Teamchef aus Ismaning bei München Bilanz: „Wir waren top vorbereitet, hatten ein starkes Team, in dem sich jeder auf den anderen verlassen konnte. Ich bin wirklich sehr stolz auf das, was wir in der ersten Saison erreicht haben.“

2019 hat mir gezeigt, was wir brauchen um vorne mitzufahren. Für 2020 sind wir stark aufgestellt und freuen uns auf das was kommt.

David Prusa

CarTech Motorsport by Nigrin kam aus dem Clubsport, dem Porsche Sports Cup, stieg in den Porsche Carrera Cup Deutschland auf. „Das sind zwei recht verschiedene Welten, die vor allem finanziell völlig unterschiedlich funktionieren“ aber wir sind sehr glücklich darüber, wieder beide Rennserien machen zu dürfen. Unser großer Vorteil ist, dass wir daraus Synergieeffekte ziehen können“, erläutert David Prusa ein wenig seine Firmenstrategie.

In diesem Jahr wollen wir aufs Podium fahren.

David Prusa

Rudy van Buren: Er soll’s sein

Mit Rudy van Buren haben sie einen an Bord, der die erste Podiumsplatzierung für CarTech holen könnte. Der Aufsteiger aus dem virtuellen Rennsport fuhr im letzten Jahr bereits ausgewählte Carrera-Cup-Rennen, steigt nun für eine volle Saison bei David Prusa ein. „Beim Testen auf dem Red Bull Ring fehlten Rudy nur 4/10 sec auf die Spitze“, führt Prusa zum Thema Konkurrenzfähigkeit an. „The World Fastest Gamer“ Rudy van Buren – der im richtigen Leben noch als Simulator-Testfahrer für das Mahindra-Team jobbt - scheint im realen Carrera Cup angekommen zu sein. Vor allem eins nötigt Prusa Respekt ab: „Rudy ist ein Macher der sehr fokussiert handelt.“

Rudy ist ein talentiertes und cleveres Kerlchen. Er weiß genau was er will

David Prusa über Rudy van Buren

Matthias Jeserich: Freund und Fahrer

In der Amateurwertung des Cups soll der Berliner Matthias Jeserich für Prusas CarTech-Team „an die Front gehen“ und um Siege und den Titel bei den Amateuren fahren. „Matthias, sein Techniker Ingo und ich, wir kennen uns schon seit gut 15 Jahren“, so Prusa. „Matthias ist Feuer und Flamme für das, was er tut und wahrscheinlich noch mehr fokussiert als manch junger Fahrer.“

Reichlich Test- und Abstimmungsarbeit will CarTech Motorsport by Nigrin in den nächsten Wochen absolvieren. „Es bleibt noch Zeit, bevor die Saison beginnt und so wollen wir auf allen Strecken des Cups testen gehen und zusätzlich noch ein paar Rennen im Porsche Clubsport bestreiten, um uns optimal vorzubereiten“, findet Prusa an der kompakten, nur knapp zwei Monate währenden Saison des Porsche Carrera Cup Deutschland viel Gutes: „Unter den Gesichtspunkten der Schwierigkeiten rund um die Corona-Pandemie ist das ein cooler Kalender“, lobt er die Macher. „Man hat viel Zeit sich vorzubereiten und drei Rennen an einem Wochenende senken die Kosten im Vergleich zu einer normalen Saison.“

Los geht‘s für CarTech Motorsport by Nigrin und alle anderen Fahrer und Teams des Porsche Carrera Cup Deutschland gleich mit dem Saisonhöhepunkt am 19. September. Gemeinsam mit dem Porsche Carrera Cup France geht’s nach Frankreich zu den 24 Stunden von Le Mans.

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