3/4/2021

Zeitreise durch den Carrera Cup

Der legendäre Markenpokal mit Sportwagen aus Zuffenhausen wird 2021 zum 32. Mal ausgetragen. Seit 1990 steht der Porsche Carrera Cup Deutschland für spannende Sprints und beinharte Duelle. Die Initialzündung für die Porsche-Markenrennserien war bereits 1986 erfolgt. Parallel zu einem umfangreichen Werksmotorsport-Programm legte Porsche den 944 Turbo Cup auf. Bei technischer Chancengleichheit und unter Führung des zweimaligen Deutschen Rennsport-Meisters Dieter Glemser sollten sich dort Nachwuchsfahrer an Profipiloten messen: Mit einheitlichen Fahrzeugen, Einheitsreifen und Einheitskraftstoff. Neben dem Scouting junger Talente stand für Porsche noch etwas anderes im Fokus der Markenpokal-Philosophie: Serientechnik sollte sich auf der Rennstrecke beweisen. Ergo stand mit der Markteinführung des 911 Carrera 2 zur Saison 1990 auch für den Pokal ein Modellwechsel an. Damit war der Porsche Carrera Cup Deutschland geboren. Seither entwickelt Porsche stets eine seriennahe Rennversion des jeweils neuesten 911 für den Cup-Einsatz.

Der Wettstreit zwischen heißspornigen Nachwuchsfahrern, routinierten Profis und ambitionierten Amateuren prägte die Cup-Idee. Dabei legten die einheitlichen Rennversionen der Sportwagen-Ikone Porsche 911 über die Dekaden beträchtlich zu: Während es im aktuellen 911 GT3 Cup (992) Modelljahr 2021 eine Leistung von 510 PS zu bändigen gilt, sicherte sich der erste Champion, Olaf Manthey aus Meuspath, seinen Titel 1990 im 911 Carrera 2 Cup der Generation 964 mit 265 PS.

Immer wieder wechselten sich Routiniers und Newcomer bei der Pokalübergabe ab. Bis heute jüngster Champion in der Cup-Geschichte ist der Österreicher Thomas Preining. Er war bei seinem Titelgewinn 2018 exakt 20 Jahre und 63 Tage alt. Harald Grohs hält den Rekord am anderen Ende der Altersskala: Mit 51 Jahren holte er sich 1995 die Trophäe.

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