11/8/2020

Spannung bis zur letzten Runde – Das war der Carrera Cup in Oschersleben

Larry ten Voorde ist Meister im Porsche Carrera Cup Deutschland 2020!

Sechster Saisonsieg für Dylan Pereira beim ersten Lauf des Wochenendes

Bei strahlendem Sonnenschein und Außentemperaturen von 12 Grad Celsius führte Pole-Setter Laurin Heinrich vom Team T3/HRT Motorsport das Feld in die Startaufstellung. Gleich zu Beginn zeigte sich Förch-Racing-Pilot Dylan Pereira in seinem 485 PS starken Porsche 911 GT3 Cup hellwach: In der ersten Kurve zog der 23-Jährige am Rookie vorbei. Auch Larry ten Voorde überholte Heinrich in Runde eins. Spitzenreiter Pereira setzte sich zunächst ab, doch in den letzten Runden entwickelte sich das Rennen zu einem Krimi um den Sieg. Huber-Pilot ten Voorde rückte dicht an Pereira ran und versuchte, seinen Vordermann zu verunsichern. Der Förch-Pilot behauptete sich und überquerte 0,6 Sekunden vor ten Voorde die Ziellinie. Heinrich musste das Rennen in der zweiten Runde vorzeitig beenden. Der 19-Jährige fuhr durch ausgelaufene Kühlflüssigkeit eines Konkurrenten und rutschte auf Rang drei liegend von der Fahrbahn in die Streckenbegrenzung. Das Feld reihte sich für zwei Runden hinter dem Safety-Car auf. Leon Köhler profitierte vom Ausfall seines Teamkollegen und sicherte sich Rang drei.

In der ProAm-Wertung setzte Carlos Rivas (Black Falcon Team Textar) seine Erfolgsserie fort und feierte seinen neunten Saisonsieg. Hinter dem Luxemburger folgten Matthias Jeserich (CarTech Motorsport by Nigrin) und Stefan Rehkopf (Nebulus Racing by Huber).

Durch meinen super Start konnte ich direkt in Führung gehen. Larry ten Voorde kam am Schluss richtig dicht ran. Ehrlich gesagt, wurde ich in der Phase kurz ein wenig nervös. Ich bin aber fokussiert geblieben.

Dylan Pereira, Förch Racing

Larry ten Voorde gewinnt Saisonfinale und krönt sich zum Champion

Das war ein langer Weg zum Titel, umso glücklicher bin ich über diesen Erfolg! Die Startphase lief richtig gut, die letzten Meter vor dem Ziel waren natürlich eine besonders emotionale Situation.

Larry ten Voorde, Nebulus Racing by Huber

In der Meisterschaft trennten Tabellenführer ten Voorde und Verfolger Pereira vor dem finalen Rennen lediglich vier Punkte. Von der zweiten Position gelang ten Voorde der bessere Start als Pole-Setter Pereira. In der zweiten Kurve überholte der Huber-Pilot den 23-Jährigen – die Schlüsselszene im Rennen sowie im Kampf um den Titel. Ten Voorde verteidigte die Führung souverän, ließ sich auch durch eine Safety-Car-Phase nicht aus dem Konzept bringen und fuhr nach 21 Runden als Erster über die Ziellinie. Als fünfter Fahrer überhaupt gelang dem 24-Jährigen damit das Kunststück, innerhalb eines Jahres sowohl den Porsche Carrera Cup Deutschland als auch den internationalen Porsche Mobil 1 Supercup zu gewinnen. Zuvor schafften das Frank Stippler (2003), René Rast (2012), Philipp Eng (2015) und Sven Müller (2016) – für alle war es das Sprungbrett in den Profisport.

Mit seinem zweiten Platz konnte Pereira nicht mehr entscheidend ins Titelrennen eingreifen. Dank seiner sechsten Podiumsplatzierung sicherte sich Leon Köhler Rang drei in der Gesamtwertung. Entscheidungen fielen zudem in zwei weiteren Klassen: Laurin Heinrich sicherte sich in seinem ersten Carrera-Cup-Jahr den Gesamtsieg in der Rookie-Meisterschaft, über den ersten Platz in der Teamwertung jubelte Förch Racing.

In der ProAm-Klasse feierte Carlos Rivas einen erfolgreichen Saisonabschluss: Als ProAm-Meister gewann der Luxemburger das Rennen in seiner Klasse wie am Vortag vor Matthias Jeserich und Stefan Rehkopf.

Das war ein wirklich spektakuläres Final-Wochenende. Ich bin stolz darauf, dass die Teams und Fahrer mit ihrem großartigen Einsatz trotz der herausfordernden Bedingungen in diesem Jahr für eine tolle Saison gesorgt haben.

Hurui Issak, Projektleiter Porsche Carrera Cup Deutschland
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