11/1/2020

Neuer Meisterschaftsführender und Premierensieg – Das war der Carrera Cup auf dem Lausitzring

Larry ten Voorde erobert die Meisterschaftsführung zurück und Leon Köhler feiert seinen ersten Sieg im Porsche Carrera Cup Deutschland

Larry ten Voorde gewinnt auf dem Lausitzring das erste Rennen

Schwierige Wetterverhältnisse auf dem Lausitzring forderten den Fahrern in ihren 485 PS starken Porsche 911 GT3 Cup alles ab: Regen im Qualifying am Samstagvormittag sorgte für eine rutschige Fahrbahn und eine durchmischte Startaufstellung. Beim Rennstart am Nachmittag regnete es nicht mehr, aber die Strecke blieb feucht. Direkt nach dem Erlöschen der Startampel rückte Rudy van Buren vom Team CarTech Motorsport by Nigrin in den Mittelpunkt. Der Niederländer übernahm die Führung, nachdem er mit einem Raketenstart an Diego Bertonelli (Fach Auto Tech) sowie Pole-Setter Larry ten Voorde vom Team Nebulus Racing by Huber vorbeizog. Doch ten Voorde kämpfte sich wieder an seinen Landsmann heran, überholte ihn in der dritten Runde und fuhr zu seinem dritten Saisonsieg. Van Buren verlor kurz nach dem Manöver mehrere Positionen, als er ins Kiesbett rutschte. Davon profitierte Förch-Racing-Pilot Dylan Pereira: Der Luxemburger startete von Rang fünf und kämpfte sich bis auf die zweite Position nach vorn. Bertonelli beendete das Rennen auf Platz drei und feierte damit seinen zweiten Podiumsplatz im deutschen Carrera Cup.In der ProAm-Wertung setzte sich Carlos Rivas (Black Falcon Team Textar) gegen Matthias Jeserich (CarTech Motorsport by Nigrin) und Stefan Rehkopf (Nebulus Racing by Huber) durch.

Das Rennen ist wirklich optimal gelaufen. Ich fühle mich bei verregneten Bedingungen wohl und das habe ich gezeigt. Der Start ist mir leider nicht so gut gelungen, aber danach habe ich schnell meinen Rhythmus gefunden.

Larry ten Voorde, Nebulus Racing by Huber

Leon Köhler feiert seinen ersten Sieg im Porsche Carrera Cup Deutschland

Großer Jubel bei Leon Köhler und seinem Team T3/HRT Motorsport: Auf dem Lausitzring gewann er am Sonntag sein erstes Rennen im Porsche Carrera Cup Deutschland. Beim zweiten Lauf des Wochenendes auf nasser Fahrbahn setzten alle Piloten auf Regenreifen. Laurin Heinrich vom Team T3/HRT Motorsport startete rasant und fuhr von Rang fünf an die Spitze. Dahinter ordneten sich Köhler und Pole-Setter Larry ten Voorde (Nebulus Racing by Huber) ein. Köhler übte direkt Druck auf Heinrich aus – in der dritten Runde ging der 21-Jährige in Führung. Danach setzte sich Köhler ab und überquerte souverän als Erster die Ziellinie. Das Duell um den zweiten Platz entschied ten Voorde für sich. In Runde sechs nutzte der Huber-Pilot einen Verbremser von Heinrich, um am Rookie vorbeizuziehen. Heinrich wurde Dritter und feierte damit bereits seine fünfte Podiumsplatzierung.

Auf diesen Moment habe ich ewig hingearbeitet, ich bin überglücklich. Der Start ist mir nicht optimal gelungen, aber danach war ich sehr schnell unterwegs. Mit dem Podiumsplatz von Laurin Heinrich ist es ein überragendes Ergebnis für das Team.

Leon Köhler, T3/HRT Motorsport

Eine Titel-Entscheidung ist bereits gefallen

Gefeiert wurde beim Black Falcon Team Textar. Carlos Rivas machte mit seinem achten Klassensieg die Meisterschaft in der ProAm-Wertung vorzeitig perfekt. Beim Rennen auf dem 4,57 Kilometer langen Lausitzring kam er vor Stefan Rehkopf (Nebulus Racing by Huber) und Matthias Jeserich (CarTech Motorsport by Nigrin) ins Ziel.

Wir sind seit mehreren Jahren ein gut eingespieltes Team. Das war der Schlüssel für den tollen Erfolg in dieser Saison. Die Wetterverhältnisse waren dieses Wochenende eine große Herausforderung, da sich die Bedingungen während der Rennen immer wieder verändert haben.

Carlos Rivas, Black Falcon Team Textar

Der Meisterschaftskampf entscheidet sich beim Saisonfinale in der Motorsport Arena Oschersleben zwischen Larry ten Voorde (191 Punkte) und Dylan Pereira (182 Punkte). Auf Platz drei der aktuellen Punktewertung liegt Heinrich (117 Punkte). Am kommenden Wochenende (6. bis 8. November) gibt es für die Fahrer beim Doppellauf im Rahmen des ADAC GT Masters noch maximal 50 Punkte zu holen. Beim Event in der Magdeburger Börde trägt der Carrera Cup außerdem seinen Experience Day aus. Dabei erhalten talentierte Nachwuchsfahrer einen Blick hinter die Kulissen des Markenpokals und dürfen am 9. November selbst das aktuelle Cup-Fahrzeug fahren.

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