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11/13/2022

WEC-Finale in Bahrain: Racereport.

Beim WEC-Saisonfinale verpasste das GT Werksteam nur knapp den Sieg des Hersteller- und Fahrertitels mit den 911 RSR. Das Porsche GT Team verabschiedet sich mit den Plätzen drei und vier aus der GTE-Pro-Klasse der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC 2022.

Der Start aus der Pole Position für den 911 RSR #91 war ein guter Anfang beim 8-Stunden-Rennen von Bahrain.

Darauf folgte ein ständiges Kopf-an-Kopf-Duell zwischen Ferrari und Porsche um die Führung in der GTE-Pro-Klasse. Ferrari musste anfangs sogar auf die Sandbänke ausweichen, sodass der 911 RSR #92 vorbeiziehen konnte. Kurz lagen beide Porsche 911 RSR sogar auf Rang eins und zwei. Die Spannung in der GTE-Pro-Klasse riss nicht ab.
Doch das Wüstenklima, die Rennstrecke mit wechselnden Bedingungen und unterschiedlich starker Reifenbelastung waren prägend für das finale Saisonrennen der FIA WEC. Für die GT Werksteams war es nicht einfach Attacken zu starten.
Zwischenzeitlich gab es zwei Full Course Yellow-Phasen (FCY), die mit zahlreichen Boxenstopps kollidierten. So wurde das Feld durcheinander gewürfelt und neu sortiert.

Fahrerisch und strategisch haben wir restlos alles in die Waagschale geworfen. Schon früh im Rennen sind wir durch Pech in einer Gelbphase weit zurückgefallen.

Michael Christensen (Porsche 911 RSR #92)
Die beiden Gelbphasen traten unglücklicherweise direkt nach Tankstopps des 911 RSR ein und warfen die beiden Werksautos zurück. Der Ferrari #51 ging auf Rang 1 und die Corvette #64 auf Rang 2. Diese schien zu Beginn des Rennens chancenlos, profitierte aber durch die erste FCY-Phase.

Gianmaria Bruni hätte seine Chancen auf den Titel sichern können, indem er noch die Corvette überholt hätte.  

Knapp vor Ende des Rennens tauschten die beiden 911 RSR noch ihre Positionen. Hintergrund: Der vierte Gang des Ferrari #51 hatte sich nach sechs Stunden Renndistanz verabschiedet. Kurz sah es noch danach aus, dass durch den Ferrari-Ausfall Kévin Estre und Michael Christensen die Fahrer-WM im letzten Moment hätten gewinnen können.

Die Ergebnisse reichten am Ende nicht, um genügend Punkte für den erhofften Gewinn von Hersteller- und Fahrer-Weltmeisterschaft zu sichern.

Der 911 RSR #92 beendete dann das Saisonfinale in Bahrain mit Platz drei in der GTE-Pro-Klasse. Das Schwesternauto mit den Werksfahrerkollegen Gianmaria Bruni und Richard Lietz kam auf Position vier ins Ziel.

„Wir wollten zum Abschied des Werks-Neunelfers unbedingt die Titel gewinnen“, sagt Thomas Laudenbach, „wir hatten mit den Gelbphasen wirklich Pech. So wurde es für uns zu einem bitteren Abschied aus der GTE-Pro-Kategorie. Dabei dürfen wir aber nicht vergessen: Im Juni haben wir mit dem 911 RSR unsere Klasse in Le Mans gewonnen.“

Vielen Dank für eine einmalige Zeit mit dem Werksteam in der FIA WEC. Nun freuen wir uns auf eine neue Ära mit tollen Prototypen.

Gianmaria Bruni(Porsche 911 RSR #91)
Mit dem Abschluss der Saison 2022 ist die GTE-Pro-Klasse der FIA WEC Geschichte. Ab 2023 wird der 911 RSR in Kundenmannschaften in der GTE-Am-Kategorie eingesetzt. In der Langstrecken-WM kämpft dann das Werksteam von Porsche Penske Motorsport ab dem kommenden Jahr mit dem LMDh-Prototypen 963 in der Hypercar-Klasse um Gesamtsiege.

Ergebnisse des Rennens in der GTE-Pro-Klasse:

  1. Molina/Fuoco (E/I), Ferrari 488 GTE #52, 231 Runden
  2. Milner/Tandy (USA/UK), Corvette C8.R #64, 230 Runden
  3. Christensen/Estre (DK/F), Porsche 911 RSR #92, 230 Runden
  4. Bruni/Lietz (I/A), Porsche 911 RSR #91, 230 Runden
  5. Pier Guidi/Calado (I/UK), Ferrari 488 GTE #51, 227 Runden
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