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6/14/2022

Au revior! Porsche siegt bei GTE-Abschied in Le Mans

Porsche hat in Le Mans erneut Geschichte geschrieben und triumphiert im letzten Einsatz der GTE-Pro-Klasse beim härtesten Langstreckenrennen der Welt.

Die Porsche-Crew Gianmaria Bruni, Richard Lietz und Frédéric Makowiecki überquerte den Zielstrich am Ende eines intensiven und emotionalen Rennens über 350 Runden auf Platz eins.

Das Trio am Steuer des Porsche 911 RSR mit der Startnummer 91 stellte somit einen neuen Distanzrekord für GTE-Fahrzeuge auf: 4.769 Kilometer. 

Das Schwesternauto #92 mit Kévin Estre, Michael Christensen und Laurens Vanthoor beendete die 90. Auflage des Langstrecken-Klassikers auf Rang vier. In der GTE-Am-Kategorie fuhr das Porsche-Kundenteam WeatherTech Racing auf das Siegerpodest.

Die Ära der GTE-Pro-Klasse geht für Porsche mit einem Sieg in Le Mans zu Ende. Besser kann es gar nicht sein.

Gianmaria BruniPorsche 911 RSR #91

Die beiden Porsche 911 RSR sicherten sich am Start-Samstag auf heißem Asphalt zunächst die Positionen drei und vier. Ihre großen Stunden folgten dann mit Beginn des Sonnenuntergangs: Die beiden 378 kW (515 PS) starken Rennwagen konnten bei kühleren Temperaturen über große Distanzen den maximalen Grip der Reifen nutzen und nach vorn fahren. Nach einer Durchfahrtsstrafe aufgrund des Verlassens der Strecke, kam das Siegerauto dann aber ohne weitere Zwischenfälle durch und profitierte unter anderem auch vom Pech der Konkurrenz.

 

Ins Ziel wurde der Porsche #91 von Frédéric Makowiecki gefahren. Für den Franzosen ist es der erste Klassensieg in Le Mans: „Endlich! Neun Jahre lang habe ich es immer wieder versucht, nun stehe ich auf dem Podest ganz oben“, jubelt der Porsche-Werksfahrer, genannt Fred Mako.

 

Im Ziel hatte der 911 RSR, der letztmals in Le Mans im Werkseinsatz an den Start ging, den Zielstrich mit einem Vorsprung von 42,684 Sekunden überquert.

 

Das Schwesternauto mit der Startnummer 92 hatte leider großes Pech. Das Trio Kevin Estre, Michael Christensen und Laurens Vanthoor – Klassensieger in Le Mans 2018 – war bis zum Sonnenaufgang an die Spitze gefahren. Doch dann kam der Rückschlag: Der rechte Vorderreifen platzte und zerfetzte Teile der Fahrzeugfront. Dadurch büßte das Team drei Runden ein und fuhr am Ende auf Platz vier ins Ziel.

 

„Als unsere Startnummer 92 in Führung liegend einen Reifenschaden hatte, dachten wir, es könnte alles vorbei sein. Aber auch die Mitbewerber von Corvette hatten Pech. Genau in diesem Moment waren wir mit der Nummer 91 zur Stelle – weil bei uns niemand aufgegeben hat: die Fahrer nicht und das Team ebenso wenig. Wir sind für die harte und konsequente Arbeit, die auch im Hintergrund stattgefunden hat, entsprechend belohnt worden. Das fühlt sich einfach nur gut an!“, jubelt Thomas Laudenbach, Leiter Porsche Motorsport.

Ich war beim ersten Sieg eines Werks-RSR in Le Mans 2013 dabei und ebenso beim letzten Auftritt der GTE-Pro-Klasse in Le Mans. Das ist eine wunderschöne Geschichte.

Richard LietzPorsche 911 RSR #91
Bei den 24 Stunden von Le Mans, dem dritten Saisonrennen der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC, gibt es doppelte WM-Punkte. Durch Le Mans konnte Porsche seine Spitzenposition in der Herstellerwertung ausbauen: Die neuen Klassensieger Gianmaria Bruni und Richard Lietz haben somit die Führung in der Fahrerwertung übernommen. Der vierte Saisonlauf findet am 10. Juli auf der italienischen Formel-1-Strecke in Monza statt.

Mit 19 Gesamterfolgen und 109 Klassensiegen in der bald 100-jährigen Le Mans-Geschichte bestätigt Rekordsieger Porsche seine Erfolgsstatistik auf dem Circuit des 24 Heures. Porsche ist unangefochten an der Spitze.

 

Im kommenden Le Mans-Jahr tritt Porsche in der Hypercar-Klasse mit dem neuen LMDh-Boliden an.

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