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Diogo C. Pinto führt vor Kevin Ellis Jr. und Alejandro Sanchez im Porsche 911 GT3 Cup

6/10/2022

Diogo C. Pinto ist der neue PESC 2022 Champion

Am 5. Februar startete der Porsche TAG Heuer Esports Supercup 2022 auf dem Hockenheimring. Vier Monate – und unzählige Highlights, Comebacks und Rückschläge – später, fand am vergangenen Samstag auf dem Autodromo Nazionale Monza das finale zehnte Rennen statt. Insgesamt hatten noch vier Fahrer Chancen auf den Gesamtsieg, was auf dem norditalienischen Grand-Prix-Kurs für Hochspannung sorgte. Einer fiel dabei besonders durch taktische Zurückhaltung auf.
Simracer gehen im Finale in Monza an den Start

Diogo C. Pinto holt sich den Titel

Der Porsche24 Team Redline-Fahrer galt schon vor einigen Wochen als Topfavorit für den Meisterschaftssieg. Während der vergangenen neun Saisonrennen behauptete er immer wieder aufs Neue seinen Platz als Tabellenführer mit konstanten Punkte-Ergebnissen. Ein Fahrer war ihm jedoch durchgehend auf den Fersen: Team Oracle Red Bull-Pilot Sebastian Job. Der Brite fuhr zum insgesamt fünften Mal die schnellste Zeit im Qualifying und erhielt dafür den diesjährigen TAG Heuer Pole-Award. Mit seinem Rang drei im darauffolgenden Sprintrennen kämpfte er sich punktetechnisch weiter an Pinto heran. Den ersten Platz im Sprint sicherte sich aber sein Landsmann Charlie Collins (VRS), zweiter wurde Dayne Warren (Coanda).

Sebastian Job führt in Monza in seinem Porsche 911 GT3 Das Feld an vor Charlie Collins

Von hochtechnischen Sprintpassagen über unerbittliche Windschattenduelle mit Alejandro Sanchez: Auch im Hauptrennen gab Job über 17 Runden lang alles. Mehrere Male wechselte er sich mit dem Spanier an der Spitze ab. Die Verfolger Collins und Warren hatten in der Schlussphase während dieses Kopf-an-Kopf-Duells aber auch noch ein Wörtchen mitzureden, was für Sanchez leider das Aus bedeutete – einem Rempler fiel er auf Rang 18 zurück. Sebastian Job holte sich verdient seinen dritten Saisonsieg in einem Hauptrennen. Platz zwei ging knapp an Collins vor dem Franzosen Yohann Harth aus dem Apex Racing Team. Mit seiner starken Performance verdrängte Job in der Jahreswertung Kevin Ellis Jr. vom zweiten Platz. Und Pinto?

Der agierte währenddessen taktisch klug, machte einen großen Bogen um alle Rangeleien und sammelte mit Rang sieben im Sprint und sechs im Hauptrennen die letzten nötigen Punkte, um den Gesamtsieg perfekt zu machen. 

Tyson „Quirkitized“ Meier holt den All-Stars Titel 

Bei den Content Creators aus der Esports-Szene stand der Gewinner bereits nach dem vergangenen Rennen fest, nichtsdestotrotz lieferten sich auch die All-Stars ein heißes Monza-Finale. Sieger des Rennens wurde der Tscheche Jaroslav „Jardier“ Honzik vor Emily „Emree“ Jones aus Australien. Gesamtsieger Meier holte sich im Finalrennen Platz drei. Jones verteidigte durch ihr Finalergebnis Gesamtrang zwei, gefolgt von Borja Zazo und Xabier „Heikki360“ Sanchez. Platz 5 ging an Casey Kirwan aus den USA.

Tyson Quirkitized Meier in seinem Porsche 911 GT3 Cup

Ein Blick in die Zukunft

Der PESC 2022 ist zu Ende, doch für 2023 laufen bereits die Vorbereitungen. Dann startet der TAG Heuer Esports Supercup schon ins fünfte Jahr. Das Fahrzeug der Wahl bleibt der Porsche 911 GT3 Cup der Generation 992. Auch wieder mit dabei: Die 15 Bestplatzierten aus 2022, denn die haben automatisch die Startberechtigung sicher. Die offene „Qualifying Series“ um die restlichen Plätze beginnt Ende Juli. Ab Oktober geht es von dort aus für die Gewinner weiter in der „Contender Series“ gegen die Ränge 16 bis 30 des aktuellen Porsche TAG Heuer Esports Supercup. Fans dürfen sich also bereits jetzt auf die nächste spannende Meisterschaft freuen.

Streckenabschnitt Rettifilo auf dem Autodromo Nazionale di Monza von der Vogelperspektive)
Diogo C. Pinto führt vor Kevin Ellis Jr. und Alejandro Sanchez im Porsche 911 GT3 Cup
Simracer gehen im Finale in Monza an den Start
Sebastian Job führt in Monza in seinem Porsche 911 GT3 Das Feld an vor Charlie Collins
Tyson Quirkitized Meier in seinem Porsche 911 GT3 Cup
Streckenabschnitt Rettifilo auf dem Autodromo Nazionale di Monza von der Vogelperspektive)
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