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5/25/2022

Job und Ellis jr. meistern die Legende Le Mans: Rennen #9 Des PESC 2022

Aus der „Grünen Hölle“ nach Le Mans. Neben der Nürburgring Nordschleife hat wohl kaum eine andere Rennstrecke so viel Motorsport-Geschichte erlebt und geschrieben, wie der Circuit des 24 Heures du Mans. Seit 1923 werden hier die berühmt-berüchtigten Ausdauerrennen veranstaltet, die Fahrer und Fahrzeug jedes Jahr erneut auf Herz und Nieren prüfen.

Am vergangenen Samstag versammelten sich die 35 iRacing-Piloten des Porsche TAG Heuer Esports Supercup 2022 hier zum vorletzten Rennen der Saison. Der virtuelle Circuit empfing die Fahrer für Sprint- und Hauptrennen. Eröffnet wurde der Renntag selbstverständlich wieder von den All-Stars.
Job fährt mit seinem Porsche als Sieger des 	 Hauptrennens über die Ziellinie.

Kevin Ellis jr. stark im Sprint 

Obwohl sich Sebastian Job durch die schnellste Zeit im Qualifying beste Startvoraussetzungen für das Sprintrennen über drei Runden gesichert hatte, musste er sich schnell gegen seinen Landsmann Ellis geschlagen geben. Aber nicht nur das. Nach einem Kontakt mit Coanda-Fahrer Dayne Warren fiel er sogar auf Platz fünf zurück. Währenddessen konnte Ellis auf den langen Le-Mans-Geraden seine Führung in anspruchsvollen Windschattenduellen erfolgreich behaupten und überquerte die Ziellinie knapp als Erster. Platz zwei und drei gingen an den Spanier Alejandro Sánchez (SDK Gaming) und Jeremy Bouteloup (Coanda) aus Frankreich. Tabellenführer Pinto sicherte sich Rang sechs.
Die Fahrer reihen sich in die Startaufstellung ein.

Job gewinnt Hauptrennen 

Die acht Erstplatzierten des Sprints starteten wie üblich in umgekehrter Reihenfolge in das Hauptrennen über sechs Runden – zur Freude von Cooper Webster (Oracle Red Bull Racing), der dadurch auf die Pole rückte. Schon bald aber tauchte Teamkollege Job im Rückspiegel des australischen Rookies auf. In den folgenden vier Runden verteidigten die beiden ihre Doppelführung durch cleveres Teamwork. Ein etwas unglücklicher Kontakt in der Mulsanne-Kurve warf Webster aber zurück und bescherte Pinto die vorderste Verfolgerposition. Für Job galt es nun, dem Druck des Dreikampfs zwischen ihm, Pinto und Campbell (VRS) in der letzten Runde standzuhalten. Der Brite behielt die Nerven und überquerte die Ziellinie als Sieger vor seinen Konkurrenten. Rang vier ging an Bouteloup vor Sánchez und Webster.

Vor dem Finale in Monza führt Diogo C. Pinto die Zwischenwertung nun mit 503 Punkten an. Kevin Ellis jr. liegt 37 Zähler zurück. Sebastian Job, nur noch elf Punkte von Ellis entfernt, hat weiterhin gute Chancen auf seinen zweiten Titel im Porsche TAG Heuer Esports Supercup.

Ellis und Bouteloup kämpfen mit den Curbs.

Casey Kirwan gewinnt bei den All-Stars

Tyson „Quirkitized“ Meier konnte sich am Steuer seines Porsche 911 GT3 R erst im Qualifying und darauf auch im Sprintrennen gegen seine Kontrahenten behaupten. Zwischenzeitlich musste er seine Führung zwar an Dan „Suzuki“ Sosulski abgeben, setzte sich schnell aber wieder durch und fuhr zum Sieg. Sosulski landete am Ende auf Rang drei, Platz zwei im Sprint ging überraschend an Casey Kirwan, der sich von Startplatz elf Stück für Stück durch das Fahrerfeld vorgearbeitet hatte.

eNASCAR-Star Kirwan zeigte auch im Hauptrennen seine Stärke und Erfahrung mit Windschattenduellen. Schon in der ersten Runde machte er ganze acht Positionen gut. Nach zwei geglückten Überholmanövern lies der US-Amerikaner sowohl „Suzuki“ als auch Jaroslav „Jardier“ Honzik hinter sich und fuhr als Erster über die Ziellinie. Platz zwei damit für „Jadier“, drei für „Quirkitized“ Meier, der auf den letzten Metern noch an „Suzuki“ vorbeifuhr.

Die Simracer versuchen sich vom restlichen Feld abzusetzen.

Alle Augen auf Monza

Mit seinem Sieg im Hauptrennen hat Sebastian Job die Spannung im Kampf um den Meistertitel aufrechterhalten. Insgesamt haben jetzt noch vier Fahrer Chancen auf den Gesamtsieg: Diogo C. Pinto, Kevin Ellis Jr., Sebastian Job und Zac Campbell. Das Finale auf dem 5,793 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs in Monza sorgt aber auch noch aus einem anderen Grund für Hochspannung. Ein Top-15-Ergebnis im aktuellen Gesamtklassement bedeutet automatisch einen festen Startplatz für den PESC 2023. Die übrigen Startplätze werden im Rahmen von Qualifikationsrennen vergeben.

Bevor um 21:15 Uhr (MESZ) im virtuellen Monza die Entscheidung um die restlichen 85 Punkte und damit um den Sieg des Porsche TAG Heuer Esports Supercup 2022 fällt, eröffnen die All-Stars den finalen Renntag um 19:30 Uhr mit dem Qualifying. Zu sehen gibt es den Showdown wie immer live auf den Porsche-Kanälen auf YouTube und Twitch.

Der rote Porsche 911 GT3 R von Kirwan führt das Rennen an.
Job fährt mit seinem Porsche als Sieger des 	 Hauptrennens über die Ziellinie.
Die Fahrer reihen sich in die Startaufstellung ein.
Ellis und Bouteloup kämpfen mit den Curbs.
Die Simracer versuchen sich vom restlichen Feld abzusetzen.
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