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Das TAG Heuer Porsche Formel E Team ist auf dem Weg zum legendären Circuit de Monaco für das nächste Rennen der ABB FIA Formel E Weltmeisterschaft 2022.

4/22/2022

Monaco E-Prix: Ein Klassiker mit neuen Herausforderungen

Monaco. Der Name alleine reicht aus, um bei Motorsportfans Assoziationen zu wecken. Von Casinos, Mode, schnellen Autos… und superschnellen Autos. Schon 1929 begeisterten die ersten Rennfahrer-Legenden hier die Zuschauer auf einer der wohl prestigeträchtigsten Rennstrecken der Welt. Am 30. April setzt das TAG Heuer Porsche Formel E Team diese Tradition fort.

Für das sechste Rennen der ABB FIA Formel E Weltmeisterschaft 2022 zeigt sich Monaco wieder von seiner besten Seite. Dieses Jahr ist der Kurs noch näher am originalen Streckenlayout, ohne die Schikane in Kurve 11 aus dem Vorjahr. Obwohl der Circuit mit seinen 19 Kurven bekanntermaßen sehr kompakt ist – Nelson Piquet beschrieb ihn einmal mit den Worten „es ist als würde man mit einem Fahrrad durchs Wohnzimmer fahren“ – macht er dies durch das Rennspektakel, das sich den Fahrern, Teams und Zuschauern dort bietet, mehr als wett.

Die 3,337 km lange Strecke besteht aus engen und sehr kurvenreichen Abschnitten. Dazu kommen Haarnadelkurven, kurze Sprintpassagen und einige atemberaubende Steigungen und Gefälle. Auf der gesamten Strecke variiert der Höhenunterschied um ganze 42 Meter. Schon zu Beginn des Rennens, wenn es den Hügel bei Saint Devote in Richtung Casino de Monte-Carlo hinaufgeht, ist die Herausforderung für die Fahrer enorm. Die Strecke lässt keinen Raum für Unsicherheiten – die kleinste Fehleinschätzung könnte sofort das Rennen kosten.

Den nötigen Schub für den Sprint gibt es in der Attack Zone in Kurve 4. Eine harte Rechtskurve, gefolgt von der nervenaufreibenden Grand Hotel Hairpin in Kurve 6, drücken die Fahrer dann wieder in den Sitz. Hier gilt es einen kühlen Kopf zu bewahren, denn von dort aus geht es direkt weiter in den Tunnel - Schauplatz des letztjährigen Überholdramas in der letzten Runde. Die Sicht beim Herausfahren ändert sich schlagartig, wenn die Sonnenstrahlen auf die Visiere treffen. Sicherheitsbarrieren verhindern zwar, dass die Fahrer möglicherweise ins Meer abdriften, wie es in vergangenen Jahren sogar wirklich der Fall war, einfacher macht es das aber nicht.

An der Konkurrenz vorbeizuziehen, gilt in Monaco wegen der Enge und Komplexität der Strecke als fast unmöglich – so aber nicht in der Formel E. Denn die 28 Überholvorgänge, alleine zwischen den ersten sechs Fahrern letztes Jahr, widerlegen diese Theorie direkt. Am 30. April ist es dann endlich wieder so weit und Pascal Wehrlein, André Lotterer und das gesamte Tag Heuer Porsche Formel E Team können zeigen, wie man das „Unmögliche“ möglich macht.
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