1/1/1

Unser All-Star Dan Suzuki im Gespräch. #NeverNotRacing

Vom Racer mit Tastatur und Joystick hin zu einem der erfolgreichsten Simracing-Streamer auf Twitch: Wir haben uns mit Dan Suzuki getroffen und über die vergangene Porsche TAG Heuer Esports Supercup by iRacing Saison gesprochen. Was der All-Star zum Simracing, zu seiner Community und dem großen Highlight – seinem Auftritt in der Champions Show – zu sagen hat, lest ihr hier.

 

Hey Dan! Schön, dass du dir für uns Zeit nimmst. Der PESC 2021 und die All-Star Series sind zwar seit Ende April vorbei, aber wir möchten die Gelegenheit nutzen, um mit dir über die vergangene Saison zu sprechen. Wie hat sie dir denn insgesamt gefallen?

Mir persönlich hat die Serie sehr viel Spaß gemacht, es war ein sehr gelungener Mix aus „Competition“, man möchte dann ja doch die Credits für seine Community gewinnen, und einfach nur Spaß am Fahren.


In der PESC All-Star Series bist du mit deinen Fans im Rücken gegen andere Content-Creators aus dem Simracing Bereich angetreten. Wie haben deine Fans die Saison beurteilt?

Ich denke, die Serie kam sehr gut bei meinen Viewern an. Interessant für mich war zu sehen, wie sich innerhalb der Community fast schon „Rivalitäten“ gebildet haben, ich würde sagen, viel mehr als unter uns Fahrern selbst.


Wie war es für dich, an 10 Doppel-Renntagen gegen starke Gegner anzutreten?

Vermutlich herausfordernder als die Rennen, die ich sonst fahre. Gerade das zweite Reverse-Grid-Rennen war immer superereignisreich. Dadurch, dass der Skillgap doch schon größer war, gab es immer reichlich Action und auch Chaos auf der Rennstrecke.

 

Welches Rennen bzw. welches Ereignis ist dir am meisten im Gedächtnis geblieben?

Definitiv die finale Studio Show. Abgesehen von meiner gewohnten Umgebung im Rig zuhause stand ich so vorher noch nie vor einer Kamera, von daher war das ziemlich aufregend!


Fürs große Saisonfinale warst du ja mit unserem Moderator Matthew „Sadokist“ Trivett und dem Porsche Junior Ayhancan Güven im Live-Studio in Hockenheim. Wie war es für dich, live im Studio zu fahren?

Ich denke, das Fahren an sich im Studio war nicht viel anders als zuhause, eventuell ein wenig mehr Nervosität. Problematischer war da eher die Tatsache, in einem fremden Rig zu sitzen mit komplett anderem Equipment – noch dazu in einem der anspruchsvollsten Autos auf iRacing!


Du durftest in einem besonderen Rennen am virtuellen Hockenheimring den neuen 911 GT3 R vor allen anderen fahren. Wie hat dir diese Erfahrung gefallen?

Das war super – vor allem weil der GT3 R ja vermutlich das Auto war, das die meisten in der Community unbedingt haben wollten!


Verlassen wir die PESC Gefilde einmal für einen Moment und sprechen über dich. Seit wann betreibst du Simracing? Und ab wann hast du entschieden, das vor Publikum auf deinem Twitch-Kanal zu machen?

Angefangen mit Simracing, sofern man das damals schon so nennen konnte, habe ich mit „Grand Prix 2“ 1996 oder 1997 – gesteuert mit Tastatur und Joystick! Meine erste Erfahrung online war „Live For Speed 2008“. Allerdings habe ich das Ganze damals nicht so intensiv betrieben. So richtig ging es im Februar 2018 auf iRacing los, nachdem ich eine Übertragung des 12h-Sebring-Rennen gesehen hatte und mir dachte: „Okay, das willst du auch mal machen!“. Mein erster Stream war Anfang 2019 – eigentlich gar nicht mit der Intention, das Ganze regelmäßig zu betreiben!


Ist das inzwischen ein Full-Time-Job für dich? Oder siehst du es weiterhin als Hobby?

Ich würde sagen, sowohl als auch. Vom zeitlichen Aufwand her ist es auf jeden Fall ein Full-Time-Job, allerdings habe ich noch einen anderen Job.


Was braucht es deiner Meinung nach, um noch mehr Motorsportfans vom virtuellen Racing zu begeistern?

Sauberere Rennen mit Live Stewarding. Leider sind vor allem die Pro-Rennen oftmals relativ voll mit Crashes.


Würdest du in der nächsten Saison gerne wieder im All-Star-Rennen an den Start gehen? Oder lieber im PESC selbst mitfahren?

PESC wäre nichts für mich. Abgesehen davon, dass ich dafür viel zu langsam wäre, könnte ich den zeitlichen Aufwand, der nötig ist, um halbwegs konkurrenzfähig zu sein, nicht aufbringen – dafür gefällt mir die Content-Creation-Seite viel zu sehr, als dass ich dort Abstriche machen wollen würde! Von daher fühle ich mich im All-Star Grid wesentlich wohler!


Vielen Dank für deine Zeit und das tolle Gespräch. Wir freuen uns darauf, dich bald wieder auf dem Track begrüßen zu dürfen. Bis dahin: Keep #NeverNotRacing



Teilen