7/29/2021

Im Gespräch: Emree. Sie ist Simracing-Content-Creator und Gewinnerin der #PESC All-Star Series.

In den letzten Jahren haben immer mehr Frauen den Schritt ins Rampenlicht im Motorsport geschafft. Eine großartige Entwicklung. Gleichzeitig – und vielleicht nicht ganz so sehr im Rampenlicht – findet diese positive Entwicklung auch im virtuellen Motorsport statt. Eine Rennfahrerin, die diese Entwicklung mit vorantreibt, ist Emily Jones. Zeit, sie einmal richtig kennenzulernen.

 

Hey Emily, vielen Dank für deine Zeit und noch einmal herzlichen Glückwunsch zum Gesamtsieg in der Porsche TAG Heuer Esports Supercup All-Star Series. Wie haben dir die Saison und die Rennserie gefallen?

Yeah, es hat auf jeden Fall eine Menge Spaß gemacht. Es war natürlich umso unterhaltsamer, mit den anderen Community Racern auf der Strecke unterwegs zu sein. Und das Highlight war sicherlich der Porsche 911 GT3 R, den wir im letzten Rennen fahren durften, bevor er überhaupt in iRacing verfügbar war.

 

Besonders bei der All-Star Series war ja, dass alle Fahrerinnen und Fahrer eine große Fangemeinde hinter sich hatten. Wie war die Rückmeldung deiner Fans? Haben sie die spannende Saison mitverfolgt?

Ich denke, dass es allen ebenfalls sehr viel Spaß gemacht hat. Es haben sich ja ein paar Rivalitäten über die Saison entwickelt, die natürlich dafür gesorgt haben, dass die Fans aller Fahrer wahrhaft mitgefiebert haben, wie die Rennen ausgehen.

 

Wenn du das Sagen hättest, was würdest du ändern, um noch mehr Fans für die Serie zu begeistern?

Hm, das ist schwierig. Vielleicht ein größeres Grid mit noch mehr Teilnehmern. Denn das bringt natürlich nochmal mehr Action. Und wenn ich mir etwas wünschen könnte, wäre es ein Rennen mit dem Porsche 919 Hybrid.

 

Jetzt wo du dich damit rühmen darfst, der Champion in der All-Star Series zu sein, bist du schon bereit, deinen Titel in der nächsten Saison zu verteidigen? Oder würdest du lieber im PESC gegen die weltbesten Profi-Simracer antreten?

Natürlich wäre ich lieber im PESC! Ich glaube zwar nicht, dass ich mich dieses Jahr dafür qualifizieren werde, aber ich würde sehr gerne bei den Profis mitfahren!

 

Als Australierin hast du während der gesamten Saison deine Landsleute Dayne Warren und Joshua Rogers unterstützt. Wurden die beiden deinen Erwartungen gerecht?

Klar, die beiden sind eine herausragende Saison gefahren. Ich kenne sie noch aus der Zeit, als sie in den australischen Rennserien unterwegs waren. Und jetzt ist es großartig zu sehen, dass sie auf internationaler Bühne Gas geben.

 

Wärst du gerne irgendwann mal wieder mit ihnen auf der Strecke? Und wenn ja, bist du bereit, sie zu schlagen?

Ja und natürlich ja! Aber so schnell bin ich leider nicht. Ich hatte schon ein paar hitzige Fights mit beiden auf der Strecke in den australischen Supercars-Rennserien der letzten beiden Jahre. Ich habe auch leider einmal Joshua Rogers vom Track gebracht in der letzten Rennrunde.

 

Lass uns über etwas sprechen, das vielleicht nur wenige so gut beurteilen können wie du: Was muss getan werden, um noch mehr weibliche Fahrerinnen vom Simracing zu begeistern?

Ich glaube, es braucht einfach mehr von uns, die sich zeigen. Wenn mehr junge Frauen sehen würden, wie spaßig Simracing sein kann, dann würden sie das ebenfalls ausprobieren wollen. Das ist natürlich kein einfaches Unterfangen, aber ich hoffe wirklich, dass diese Entwicklung vorangeht.

 

Was erwartest du oder was wünschst du dir für die nächsten Monate bzw. Jahre im Simracing? Werden wir noch mehr Fahrer im All-Star-Grid sehen?

Ja, definitiv. Ich würde mir wünschen, dass noch mehr All-Stars zu uns stoßen. Ich glaube auch, dass wir noch mehr Content-Creator sehen, die zwischen realem Racing und virtuellem Motorsport hin- und herspringen werden. Jimmy Broadbent ist ein großartiges Beispiel dafür. Und ich glaube, dass diese Entwicklung weitergehen wird.

 

Vielen Dank für diese tolle Unterhaltung. Wir wünschen dir nur das Beste für die Zukunft und freuen uns schon darauf, dich wieder auf der Rennstrecke zu sehen.

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