7/1/2021

IMSA 6h Watkins Glen – schwieriges Wochenende für die Porsche Kundenteams.

Nichts liegt im Motorsport so nah beieinander wie Hochgefühl und Ernüchterung. Diese Wahrheit hat sich nun leider wieder einmal mehr bestätigt: Bei der IMSA WeatherTech SportsCar Championship 2021 duellierten sich die Porsche Kundenteams über 6 Stunden auf der Watkins-Glen-Rennstrecke. Doch für den 911 RSR von Matt Campbell, Cooper MacNeil und Mathieu Jaminet war das Rennen bereits nach 3 Runden vorbei. Der Startfahrer Cooper MacNeil schlug in eine Streckenbegrenzung ein und sein Heck fing Feuer. Trotz unverzüglicher Löscharbeiten war das Rennen für den einzigen 911 RSR im Starterfeld vorbei, bevor es überhaupt richtig begonnen hatte. In der GTD-Klasse hingegen machte sich das Team von Wright Motorsports rund um Porsche Werksfahrer Patrick Long lange Zeit berechtigte Hoffnung auf ein Podiumsplatz.

Platz 2 im Qualifying für Wright Motorsports.

Der Amateurfahrer Trent Hindmann aus den USA zeigte am Steuer des #16 Porsche 911 GT3 R von Wright Motorsports eine großartige Leistung im Qualifying und verschaffte sich und seinem Team mit Platz 2 eine hervorragende Ausgangsposition für das 6-Stunden-Rennen. Die Schwesterteams von Pfaff Motorsports und Hardpoint EBM qualifizierten sich auf Platz 9 und 13 für das Rennen am Sonntag. Im zweiten Teil der Qualifikation, in der es nicht um den Startplatz, sondern um Meisterschaftspunkte ging, pilotierten die Porsche Werksfahrer Patrick Long und Laurens Vanthoor sowie die Britin Katherine Legge die GT3-Fahrzeuge. Die drei Porsche Fahrzeuge konnten auch hier wichtige Punkte im Kampf um die Herstellerwertung erzielen.

Ungünstige Safety-Car-Phase und strategischer Nachteil.

Für das Team von Wright Motorsports hätte das Rennen am Sonntag kaum besser starten können. Bereits nach wenigen Runden übernahm der Amateurfahrer Trent Hindmann die Führung in der GTD-Klasse und übergab seinen 911 GT3 R in Führung liegend an seinen Teamkollegen Jan Heylen. Der Belgier fuhr einen tadellosen Stint. Patrick Long übernahm den Rennwagen zwei Stunden vor Rennende. Aufgrund unterschiedlicher Pit-Stop-Strategien fiel er auf Platz 2 zurück – konnte sich aber berechtigte Hoffnungen auf ein Podiumfinish machen. Doch diese unterschiedlichen Rennstrategien führten schlussendlich dazu, dass das Kundenteam aus Ohio nicht über einen achten Rang hinauskam. Direkt hinter dem Schwesterteam von Pfaff Motorsports. Hardpoint EBM beendete das Rennen auf Platz 10. In einem spannenden Sprint zum Rennende hin lieferten sich die Kundenteams einen fairen Schlagabtausch.

Keine Woche Pause für die Fahrer.

Dreimal Top 10 ist zwar nicht das Ergebnis, das sich die Teams jeweils gewünscht hatten – doch für Porsche bedeutete das den Ausbau der Führung in der Herstellerwertung. Für die Teams bleibt wenig Zeit, sich auf das nächste Rennen vorzubereiten. Bereits am nächsten Wochenende steigt Rennen #6 der IMSA WeatherTech SportsCar Championship – wieder in Watkins Glen. Jedoch nur über eine Renndauer von 2:40 Stunden.
Teilen