Charlie Collins interview

6/25/2021

Im Interview: Charlie Collins, der PESC Rookie der Saison.

Er fuhr allen davon: Der Rookie des Jahres Charlie Collins im Interview.

Wenn es um Simracing geht, gibt es keine Altersgrenze. Man ist immer in seinen besten Jahren, um an virtuellen Rennen teilzunehmen. Am anderen Ende rücken immer mehr junge und sehr junge Nachwuchstalente in den Fokus – auch beim Porsche TAG Heuer Esports Supercup by iRacing. Denn viele Fahrer müssen täglich die Balance zwischen Zeit in ihrem Rig und Mathehausaufgaben finden. Einer von ihnen ist Charlie Collins – #93 des Virtual Racing School Teams. Der Brite ist nicht nur der jüngste Teilnehmer, sondern auch einer der schnellsten. Als Rookie der Saison und Dritter im Gesamtklassement hat er keinerlei Zweifel daran gelassen, dass mit ihm in Meisterschaftskampf zukünftig zu rechnen ist. Wir haben uns mit ihm getroffen, um ihn etwas besser kennenzulernen – virtuell natürlich.

 

Lasst uns Charlie Collins näher kennenlernen.

Hey Charlie, es ist jetzt zwei Monate her, dass der Porsche TAG Heuer Esports Supercup by iRacing mit dem Saisonabschluss in Monza zu Ende ging. Wenn du jetzt zurückblickst auf die gesamte Saison, wie hat es dir gefallen?

 

Charlie: Jetzt mit ein wenig Abstand und im Rückblick auf meine erste PESC Saison kann ich glücklicherweise behaupten, sehr positive Erinnerungen zu haben. Aber gleichzeitig sehe ich natürlich all die Bereiche, in denen ich mich für die nächste Saison mehr anstrengen muss, um besser zu werden.

 

Was war deine Lieblingsstrecke der Saison? Und ist es auch generell die Strecke, auf der du am liebsten fährst?

Charlie: Auch wenn die Rennen auf den Strecken für mich nicht besonders gut liefen, ist es für mich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Monza und Road Atlanta aus der PESC Saison. Beide gehören auch sicherlich so zu meinen Lieblingsrennstrecken.

 

Mit dem dritten Platz im Gesamtklassement hast du das gesamte Fahrerfeld beeindruckt und dir den Titel „Rookie der Saison“ gesichert. Das ist sicherlich ein unbeschreibliches Gefühl, oder?

 

Charlie: Ja, definitiv. Als ich es im letzten Rennen in Monza ins Ziel geschafft habe, war das wahrlich ein überwältigendes Gefühl, das nur sehr schwer zu beschreiben ist. Es war eine bunte Mischung aus Freude und einer Form von Erlösung, als der Stress von meinen Schultern abfiel. Gleichzeitig war ich für meinen Teamkollegen Dayne sehr traurig, denn er hat auch um den dritten Platz im Gesamtklassement gekämpft. Leider wurde er zusammen mit Mack, einem weiteren Fahrer aus unserem Team, in einen Unfall in der letzten Runde verwickelt, für den beide nichts konnten.

 

Deine Teamkollegen Josh und Mitchell waren die Einzigen, die dich im Gesamtklassement geschlagen haben. Als Team von Virtual Racing School habt ihr ein beeindruckendes 1-2-3-Ergebnis erreicht. Erzählst du uns ein wenig von der Stimmung im Team? Gab es zwischen euch auch Spannungen und Konkurrenzkampf?

 

Charlie: Ich glaube, dass die Stimmung im Team das ist, was unseren Erfolg im Team ausmacht. Und zwar ganz enorm. Egal ob vor, während oder nach der PESC Saison: Wir arbeiten und fahren als Team. Wir versuchen gemeinsam die „letzten Zehntel“ herauszukitzeln und berichten unseren Teamkollegen darüber. Da gibt es keine Geheimnisse. Auf der anderen Seite lieben wir den Wettbewerb, wie jeder Motorsportler natürlich. Das gilt ebenfalls für jeden im Team. Darum geht es ja letztendlich auch. Gleichzeitig ist das auch ein Antrieb für alle aus dem Team, ans Limit zu gehen. Bei uns überwiegt das mehr als der Erfolg des Einzelnen. Und wir können uns für alle im Team auch freuen.

 

Okay. Lassen wir das Sportliche mal kurz außen vor. Du gehst noch zur Schule. Wie schaffst du es, die Balance zwischen Hausaufgaben und Simracing zu finden?

 

Charlie: Das ist natürlich nicht einfach. Wenn ich von der Schule nach Hause komme, bin ich schon etwas erschöpft. Gleichzeitig will ich natürlich meine Zeit im Rig maximieren, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Aber ich bin sicher, dass ich nicht der Einzige bin, dem es so geht.

 

Hast du ein Lieblingsfach in der Schule? Und wenn ja, warum das?

Charlie: Das ist eine schwierige Frage. Aber wenn ich ein Fach auswählen müsste, wäre es Mathe. Dicht gefolgt von Geschichte. Und warum Mathe? Na ja, weil ich dazu irgendwie einen Zugang habe. Ich komme damit zurecht, auch wenn es natürlich jedes Jahr etwas schwieriger wird.

 

Nimm uns mal mit: Wie sieht ein typischer Nachmittag aus, wenn du von der Schule nach Hause kommst?

 

Charlie: Für mich ist es ganz wichtig, erst einmal bei einer Tasse Tee herunterzukommen und zu relaxen. Gleichzeitig mache ich mir einen Plan für den Nachmittag. Sei es Rennanalyse, Training im Simulator oder eben alles, was so ansteht.

 

Großartig! Kommen wir nochmal zurück zum Sportlichen: In der letzten Saison hast du zweimal die Pole-Position erzielt. Wie hat es sich angefühlt, zu wissen, dass man der Allerschnellste auf der Strecke heute war? Und das obwohl es aus den weltweit schnellsten Fahrern besteht.

 

Charlie: Das war schon etwas surreal. Nachdem ich mir vor der Saison in der Qualifikation meinen Startplatz für meine erste Saison gesichert hatte, war es schon ein besonderes Gefühl, überhaupt dabei zu sein. Und dann auch noch ein Rennen von der Pole-Position zu starten war ganz schön überwältigend. Aber es zeigt eben auch, dass man als Rookie in dieser umkämpften Rennserie Akzente setzen kann.

 

Kommen wir zur letzten Frage: Was hast du dir für Ziele für die nächste Saison gesetzt? Greifst du nach dem Weltmeistertitel? Oder wie gehst du die nächste Saison an?

 

Charlie: Für mich geht es erst einmal darum, dass ich meinen Punktestand halte und verbessere. Wenn die Rennserie im gleichen Format weitergeht, möchte ich natürlich auch meine Podiumsausbeute im Hauptrennen erhöhen. Und natürlich geht es mir auch darum, Konstanz und Selbstvertrauen in den Rennen zu beweisen. Da haperte es noch an dem ein oder anderen Renntag in der letzte Saison, deshalb möchte ich das erst einmal angehen.

 

Vielen Dank, Charlie! Wir können es kaum erwarten, dich wieder auf der Strecke in der nächsten Saison des Porsche TAG Heuer Esports Supercup by iRacing zu sehen. Wir drücken dir die Daumen. #NeverNotRacing






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