6/4/2021

Nebulus Racing by Huber – die Newcomer.

Einige Jahre lang hat Christoph Huber beim Porsche Supercup angeklopft – jetzt ist er mit seinem Team Nebulus Racing by Huber endlich dabei. Was er mitbringt? Einen 7. Sinn für Erfolg – und Respekt vor dem hohen Niveau der internationalen Rennserie.

Der ursprünglich aus Österreich stammende Christoph Huber hat sein Handwerk bei einer Rennsportlegende gelernt: keinem geringeren als seinem Landsmann Walter Lechner senior. Huber war von 2010 bis 2016 dessen Team Manager und rechte Hand im Porsche Carrera Cup Deutschland. Er führte bei Lechner Racing auch das Team im Porsche Mobil 1 Supercup und organisierte die Porsche Sprint Challenge Middle East als Sporting Director. Heute besitzt Huber nicht nur eine der größten Motorsport-Autogrammkarten-Sammlungen. Er verfügt auch über einen riesigen Erfahrungsschatz in der Welt der Porsche Markenpokale, von welchem sein Team nur profitieren kann.

Ich bin sehr stolz, dass wir jetzt ein festes Team im Porsche Mobil 1 Supercup sind und sich die harte Arbeit der letzten Jahre ausgezahlt hat.

Christoph HuberRennstallbesitzer
Anfang des Jahres 2016 gründet der damals 33-Jährige mit Unterstützung von Lechner senior sein eigenes Team und holte gleich in seiner ersten Saison beim Porsche Carrera Cup Deutschland den ProAm-Titel mit Wolfgang Triller – ein Erfolg, der 2017 wieder gelang. 2019 gewann das Team mit Larry ten Voorde insgesamt fünf Laufsiege im Carrera Cup Deutschland, wurde Dritter in der Meisterschaft und Vizemeister in der Teamwertung. Die Saison 2020 war für Nebulus Racing by Huber eine Berg- und Talfahrt. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie trafen das mit fünf Jahren noch junge Team hart. Sportlich konnte es hingegen kaum besser laufen: Ten Voorde holte für Nebulus Racing by Huber den Titel im Porsche Carrera Cup Deutschland und gewann den Porsche Carrera Cup Le Mans.

Gekommen, um zu bleiben.

Mit dem Rennfahrer und Langstreckenspezialisten Luca Rettenbacher hat der rastlose Netzwerker Christoph Huber seine Organisation für den Supercup nochmal verstärkt. Mit ihm will er sein Erfolgsrezept der letzten Jahre auf den internationalen Markenpokal übertragen. Dafür hat das Team mit Sitz im niederbayerischen Neuburg am Inn seine drei Fahrzeuge mit bekannten Größen aus jeder Wertung besetzt: ProAm-Titelverteidiger Roar Lindland, Rookie und Simracer Laurin Heinrich sowie Leon Köhler, Gesamt-Achter und Dritter der Rookie-Wertung 2020, treten hinter dem Steuer des brandneuen Porsche 911 GT3 Cup gegen die internationale Konkurrenz an. Ihr erklärtes Ziel ist es, einen bleibenden Eindruck im Porsche Mobil 1 Supercup zu hinterlassen.

Der neue 911 GT3 Cup fühlt sich ganz anders an. Aber da im Supercup für jeden Fahrer die gleichen Bedingungen herrschen, werden wir sehen, wer sich am schnellsten daran gewöhnt.

Luca RettenbacherOffizieller Repräsentant Nebulus Racing by Huber

Was sind die Aussichten für die kommende Saison?

Christoph Huber ist eine eigene Marke unter den Rennstallbesitzern und Team Managern. Kein Techniker, kein Ex-Rennfahrer – aber dafür bestens vernetzt mit dem gesamten Rennzirkus und ausgestattet mit einem fast untrüglichen Gespür für die richtigen Typen, um ein Erfolgsteam zu formen. Wir haben mit ihm und Luca Rettenbacher auf dem offiziellen Saisontest in Monza gesprochen, wo für ihn einst als Team Manager von Lechner Racing seine Reise in die Welt der Porsche Markenpokale begann.

Hallo Christoph und Luca,

zum ersten Mal mit eigenem Team für eine volle Saison im Supercup – was sind eure Erwartungen, Ziele und Träume?

Christoph: Es ist sehr aufregend für uns, als festes Team im Porsche Mobil 1 Supercup anzutreten. Wir müssen erst herausfinden, wo wir unter den anderen Teams stehen, bevor ich an konkrete Ziele denken kann. Aber wir werden unser Bestes geben und hoffentlich wird etwas Magisches passieren. Wir werden es ab Monaco sehen...

 

Roar Lindland, der ProAm-Titelverteidiger, Laurin Heinrich der "Hybrid-Racer", Leon Köhler der Hotshot – was könnt ihr uns über die Auswahl eurer Fahrer erzählen?

Christoph: Für die erste Saison in der Königsklasse der Porsche-Markenpokale war es für uns ganz wichtig, ein ordentliches Fahreraufgebot an den Start zu bringen. Mit Roar Lindland peilen wir den vierten ProAm-Meistertitel in Folge an. Leon Köhler hat mit zwei Podiumsplätzen in der Saison 2020 bereits einige Erfahrung im Porsche Mobil 1 Supercup gesammelt und wir hoffen, dass er in dieser Saison darauf aufbauen kann. Laurin wurde im vergangenen Jahr zum "Rookie of the year" im Porsche Carrera Cup Deutschland gekürt, was ihn zum perfekten Kandidaten für die Rookie-Wertung macht.
Luca: Ich bin sowohl gegen Laurin als auch gegen Leon gefahren und ich muss zugeben, dass beide für ihr junges Alter wirklich schnell sind. Aber auch die anderen sind nicht gerade langsam unterwegs. Wir sind gespannt darauf, was in dieser Saison alles passiert.

 

Wie schwer wird es für euch sein, ten Voorde möglicherweise gegen euer Team gewinnen zu sehen?

Christoph: So schwer wird es nicht sein. Wir haben unsere Reise mit Larry im Jahr 2019 begonnen und haben viel voneinander gelernt. Er hatte einen großen Einfluss auf die Entwicklung des Teams, und wir haben ihm auch geholfen, seinen Meistertitel im Porsche Carrera Cup Deutschland und den Sieg im Carrera Cup Le Mans mit Nebulus Racing zu feiern. Am Ende werden wir stolz auf ihn sein, sollte er auch in diesem Jahr die Supercup-Trophäe mit nach Hause nehmen. Aber natürlich werden wir es ihm in jedem Rennen alles andere als leicht machen.

Was sind die Erwartungen an die Leistung des neuen 911 GT3 Cup?

Christoph: Die Erwartungen sind sehr hoch. Wir haben schon beim Saisontest in Monza und auf anderen Strecken gesehen, dass der neue Porsche 911 GT3 Cup sehr schnell und etwas ganz anderes als das Vorgängermodell ist. Wir sind sehr glücklich, dieses hochmoderne Auto in unserem Team begrüßen zu dürfen.

Luca: Durch das neue Konzept der Vorderachse und die neue Aerodynamik fühlt sich das Auto ganz anders an. Aber da im Supercup für jeden Fahrer die gleichen Bedingungen herrschen, werden wir sehen, wer sich am schnellsten daran gewöhnt.

 

Was haltet ihr von Porsches Plänen, Nachhaltigkeit im Kundensport zu fördern?

Christoph: Es ist sehr wichtig, etwas zu tun, um die Erde für kommende Generationen zu erhalten. Wir sind sehr glücklich, unseren Beitrag zu leisten – und Porsche dabei zu helfen, einen nachhaltigen Kraftstoff für den Sport zu entwickeln, den wir alle am meisten lieben.

 

Christoph und Luca, vielen Dank für das Gespräch!

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