5/5/2021

Ein Rückblick: Das war die PESC Saison 2021.

Als Metapher für eine Saison wird im Motorsport gerne ein Rundkurs genommen. Es gibt Aufs und Abs. Es gibt entscheidende Abschnitte auf der Strecke, die eine Meisterschaft definieren, und es gibt die Ziellinie, die nur ein Fahrer als Erster überqueren kann. Für den Rückblick auf die Saison 2021 im Porsche TAG Heuer Esport Supercup by iRacing lässt sich diese Metapher ebenfalls nutzen. Also 3, 2, 1 … grüne Flagge.

Der Saisonstart in Interlagos.

Rennen 1. Und Sieg Nummer 1 für Joshua Rogers im Sprintrennen. Der Champion von 2019 wollte nach der verpassten Titelverteidigung im Vorjahr nun alles besser machen und dem Champion der Saison 2020 Sebastian Job von Red Bull Racing Esports das Fahrerleben auf der Strecke schwer machen. In Interlagos zeigten die 40 weltbesten Simracer ihre ganze Klasse. Nach der Pole-Position im Qualifying und dem Sieg im Sprintrennen wurde das perfekte Wochenende vom Virtual Racing School Fahrer aufgrund einer Berührung mit einem Kontrahenten verhindert. Der lachende Dritte in der Gleichung war Kevin Ellis Jr, der den Sieg im Hauptrennen einfuhr.

Direktes Duell der Champions in Barcelona und Imola.

Saisonrennen Nummer 2 und 3 hielten einige Highlights für die Zuschauer bereit. Im Zentrum der Aufmerksamkeit standen – natürlich – Sebastian Job und Joshua Rogers. Sie wechselten sich mit den Siegen ab und konnten jeweils ein Sprint- sowie ein Hauptrennen für sich entscheiden. In Imola gelang es Sebastian Job ebenfalls, das heiß umkämpfte Qualifying für sich zu entscheiden. Doch es zeichnete sich bereits in dieser frühen Phase der Saison ab: Fahrer wie Mitchell deJong und Charlie Collins sowie Kevin Ellis Jr würden die zwei Ausnahmetalente den Meisterschaftskampf nicht allein austragen lassen.

Heimsieg für Sebastian Job in Silverstone.

Nach den ersten drei Saisonrennen bogen die Fahrer nun in einen sehr technischen Abschnitt der Saison ein – um die Metapher vom Anfang zu bemühen. Nach einem Sieg im Sprintrennen für Pole-Setter Mitchell deJong entschied Sebastian Job das Hauptrennen in seiner virtuellen Heimat für sich, nachdem er sich einen offenen Schlagabtausch mit Joshua Rogers auf dem altehrwürdigen Track lieferte.

3 Siege in Folge für Joshua Rogers. Premierensieg für Mitchell deJong.

Joshua Rogers konnte auf der Road Atlanta und im Sprintrennen in Montreal 3 Siege in Folge auf seinem Konto verbuchen. Doch so einfach, wie es sich im Nachhinein liest, war es keineswegs. Auf der Road Atlanta katapultierte ein Überholmanöver in der letzten Runde Joshua Rogers von Platz 3 auf Platz 1 – auch dadurch begünstigt, dass Mitchell deJong, in Führung liegend, mit seinem ärgsten Verfolger Kevin Ellis Jr kollidierte.
In Montreal feierte ebenjener Teamkollege von Joshua Rogers seinen ersten Sieg in einem PESC Hauptrennen. Mitchell deJong führte das Hauptrennen fast über die gesamte Distanz an und ließ sich diesen Premierensieg nicht mehr entreißen.

Sebastian Job auf dem Vormarsch in Spa-Francorchamps.

Und der Champion der Saison 2020? Der antwortete mit ebenfalls 3 Siegen in Folge: Im virtuellen Spa-Francorchamps war er unschlagbar und nutzte dieses Hoch auch für einen Sieg im Sprintrennen auf dem Nürburgring. Dabei erzielte er die Punkte gleich doppelt, da sich Joshua Rogers und Mitchell deJong gegenseitig aus dem Rennen kegelten. Eine Attacke von Rookie Charlie Collins konnte Sebastian Job abwehren.

Ein harter Tag für Job auf dem Nürburgring.

So gefährlich, wie die Nordschleife ist, passte sie perfekt zum Saisonverlauf. Mit dem bitteren Ende für Sebastian Job. Der Brite schied im Hauptrennen mit einem Motorschaden aus. Dieser Ausfall kam seinem Kontrahenten Joshua Rogers zugute: Er gewann das Hauptrennen auf dem Nürburgring mit einem spektakulären Überholmanöver auf der Döttinger Höhe.

Triple in Le Mans für Joshua Rogers.

Kurz vor der Saisonzielgeraden wuchs der Vorsprung von Joshua Rogers auf seine Teamkollegen Mitchell deJong und Sebastian Job so, dass er uneinholbar an der Tabellenspitze lag. Doch von vorn: Joshua Rogers qualifizierte sich auf der Pole-Position an der Sarthe. Im Sprintrennen feierte er ein Fotofinish vor Sebastian Job. Im Hauptrennen zeigte er sein ganzes Können und lieferte ein tadelloses Rennen, mit dem er sich ein komfortables Punktepolster für das letzte Rennen schuf.

Saisonfinale in Monza. Die Zielgerade.

Im letzten Saisonrennen bogen die weltbesten Simracer auf die Zielgerade der Saison ein. Bis auf Joshua Rogers konnte sich so gut wie kein Fahrer seiner Position sicher sein. Und das Finale hielt, was es versprochen hatte. Die Zuschauer konnten dank Live-Punktestand genau mitverfolgen, welcher Fahrer sich auf Platz 20 befindet – dem rettenden Platz, der eine direkte Teilnahme in der nächsten Saison garantierte. Ein spannendes Fernduell zwischen Yohann Harth und Moreno Sirica ließ dem Zuschauer das ein oder andere Mal den Atem stocken. Am Ende sicherte sich Yohann Harth mit einem dritten Platz im Hauptrennen die direkte Qualifikation. Das Erstaunliche am letzten Renntag war jedoch Dayne Warrens Sieg im Sprintrennen. Dabei sticht besonders heraus, dass der Australier erst der fünfte Rennsieger in dieser Saison war. Nach dem Sieg von Kevin Ellis Jr im Hauptrennen von Interlagos hatten Mitchell deJong, Sebastian Job und Joshua Rogers alle anderen Siege unter sich ausgemacht.

Das Siegertreppchen nach dem Saisonrennen.

Joshua Rogers krönte sich mit seinem Sieg im Hauptrennen in Monza zum neuen Champion im Porsche TAG Heuer Esports Supercup by iRacing. Sein Teamkollege Mitchell deJong sicherte sich Platz 2 mit einer herausragenden Leistung über die gesamte Saison. Der dritte Podiumsplatz ging ebenfalls an einen Virtual Racing School Fahrer Charlie Collins. Der Rookie machte mit insgesamt 2 Pole-Positions und jeder Menge Action auf den Tracks auf sich aufmerksam und ist bereits jetzt ein Titelkandidat für die nächste Saison. Getreu unserem Motto #NeverNotRacing laufen die Vorbereitungen für diese bereits auf Hochtouren, sodass in wenigen Wochen die erste Qualifikationsphase für die Saison 2022 starten wird. Alle Informationen dazu findet ihr hier: www.porsche.com/esport
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