3/12/2021

Ein Teil des Erfolgs.

Mensch, Maschine, Material. Im Motorsport müssen sie eine Einheit bilden, in Harmonie zusammen funktionieren. Das Eine kann nicht ohne das Andere. Es ist das Zusammenspiel der Teile, das mit zum Erfolg führt. Dass diese Gesamtheit an die Grenzen der Belastbarkeit geht, ist kein Geheimnis, jedoch nicht immer sichtbar. Manchmal hingegen schon.

Nürburgring. 1.6.1975. Die Sonne steht tief. Der ausgebaute Kotflügel wirft einen deutlichen Schatten. Er wirkt müde. Gebraucht. Die Strapazen sind ihm anzusehen. Er ist stummer Zeuge eines anstrengenden Rennens und gleichzeitig ein Teil des Erfolgs.

Neben den damaligen Sponsoren zieren ihn die Spuren des Rennens: Das Glas des Scheinwerfers gebrochen, die zehrenden Indizien einer Belastungsprobe nur zu gut ersichtlich. Abgewetzt, schmutzig, beschädigt. Vielleicht wurde er bereits im Rennen getauscht, vielleicht sah er noch die karierte Flagge. Nun steht er da. Ausrangiert und vergessen? Nein. Denn er hat seinen Beitrag geleistet. Auf dem Tisch dahinter liegt der Kranz des Sieges. Unser Bild erinnert daran, dass das Überschreiten der Belastungsgrenze seinen Preis hat. Damals waren es die Lorbeeren. Die Investition zahlte sich aus. Mensch und Material gingen ans Limit – und vielleicht darüber hinaus. Am Ende stand man ganz oben: Helmut Kelleners, Hans Heyer und Bob Wollek gelang beim Internationalen 1000-Kilomter-Rennen am Nürburgring im Porsche Carrera RSR der GT Klassensieg.

Die Teile bildeten eine Einheit. Jedes leistete einen Beitrag. Sein Beitrag. Und so führte das Zusammenspiel der Teile mit zum Erfolg.

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