2/3/2021

Der Kampf um den besten Platz unter der Sonne: Start der IMSA-Saison 2021 in Daytona.

Sonnige 20 °C luden am Samstagnachmittag zur 59. Auflage des Langstrecken-Klassikers in Daytona ein. Und einmal mehr ließen sich zahlreiche Teams der GTD- und GTLM-Klasse nicht zweimal bitten, am Klassiker in Daytona Beach teilzunehmen. Leider warfen mehrere Zwischenfälle und Kollisionen – trotz des guten Wetters – ihre Schatten auf das 24-Stunden-Rennen: Besonders in der GTD-Klasse bestand die Herausforderung darin, sich kontaktlos durch den dichten Verkehr der verschiedenen Rennklassen zu manövrieren. So konnte sich das Team Wright Motorsports mit größter Mühe und noch größerer Fahrerleistung trotz einer Kollision in der Nacht den vierten Platz sichern. Ohne den Unfall hätten Porsche Werksfahrer Patrick Long aus den USA, sein Landsmann Trent Hindman sowie Jan Heylen aus Belgien und Klaus Bachler aus Österreich die besten Chancen auf einen Podiumsplatz gehabt.

Kollisionen bestimmen das Rennergebnis.

Souverän machte Jan Heylen in der Frühphase des Rennens zahlreiche Positionen gut. Der Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 16 behauptete sich gekonnt im dichten Fahrerfeld, bis zur erstmaligen Führung nach fünfeinhalb Stunden. Das Podest war für Wright Motorsports in greifbarer Nähe, wäre da nicht die Kollision in der Nacht auf Sonntag gewesen. Ab diesem Zeitpunkt fuhr der Wright Motorsports Porsche das Rennen mit erheblicher Beeinträchtigung – einem linken Seitenschaden – weiter. Die Aussicht auf einen Podiumsplatz rückte für Heylen, Long, Bachler und Hindman dadurch in weite Ferne. Und auch für das Team Hardpoint EBM mit Earl Bamber aus Neuseeland, Rob Ferriol aus den USA, der Dänin Christina Nielsen und Katherine Legge aus Großbritannien am Steuer wurde das Rennen nach einem Schaden am Frontsplitter zur Tortur. Ihr Team konnte das Rennen auf Platz 10 beenden, während sich Wright Motorsports dank einer meisterhaften Fahrerleistung am Ende mit dem vierten Platz belohnte.

Ein jähes Ende für WeatherTech Racing.

Für das Team WeatherTech Racing war das Rennen gelaufen, bevor es gestartet war. Werksfahrer Kévin Estre wurde in den ersten Minuten des Rennens mit großer Wucht von einem Konkurrenten am Heck getroffen. Diese Kollision schickte den 515 PS starken Porsche von seiner Startposition auf Platz 3 direkt in die Box. Mit fatalen Folgen: Durch die Reparaturen wurde das Team um 14 Runden zurückgeworfen. Der Anschluss an das GTLM-Feld gelang trotz erbittertem Kampf nicht mehr. Der Porsche 911 RSR mit der Startnummer 79 beendete das Rennen auf Rang 6 der GTLM-Klasse.

Hartes Los für Pfaff Motorsports.

Auch für das Team Pfaff Motorsports hätte das Rennwochenende in Daytona besser laufen können. Das Team fuhr in der GTD-Klasse für Fahrzeuge nach dem GT3-Reglement. Ihr rot-schwarzer Renner mit der Startnummer 9 hatte sich fast 20 Stunden lang stets im Spitzenfeld bewegt. Doch auch für Pfaff Motorsports bedeutete eine Kollision am Sonntagmittag ein abruptes Ende jeglicher Gewinnchancen. Werksfahrer Laurens Vanthoor aus Belgien und Matt Campbell aus Australien sowie der Kanadier Zacharie Robichon und Porsche Entwicklungsfahrer Lars Kern aus Deutschland mussten 80 Minuten auf die fälligen Reparaturen inklusive des Wechsels einer Achswelle warten. Immerhin konnte das Fahrzeug das Rennen nach 24 Stunden beenden und das Team auf Platz 12 einige Punkte für die Meisterschaft sammeln.

Hinfallen. Aufstehen. Weiter geht es in Sebring.

Die Saison ist lang und die Vorbereitungen für das nächste Saisonhighlight haben bereits begonnen. Natürlich hätte die 59. Auflage der 24-Stunden von Daytona ein besserer Auftakt in die Saison sein sollen. Natürlich haben sich die Porsche Kundenteams eine Champagnerdusche gewünscht. Natürlich wäre es so viel einfacher, mit einem Sieg im Rücken die nächste Herausforderung anzugehen. Aber es wäre nicht Motorsport, wenn alles einfach wäre, oder? Daher freuen wir uns umso mehr auf das zweite Rennen der IMSA WeatherTech SportsCar Championship – das traditionsreiche 12-Stunden-Rennen in Sebring am 20. März. Wir hoffen auf ein kollisionsfreies, aber mindestens genauso spektakuläres Rennwochenende.

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