11/19/2020

Maximaler Erfolg beim großen Finale.

Es gibt Rennen, die besondere Gefühle wecken. Mythen und Klassiker, die Piloten zu Legenden machen. Und es gibt die, die einem das Herz schwer machen. Im Vorfeld der 12 Stunden von Sebring würden man das letzte IMSA Rennen für die Porsche Werksteams sicherlich zu Letzteren zählen. Nach dem Rennen sieht es etwas anders aus.

Der Moment zum Glück.

Es war kein einfacher Rennverlauf für die beiden 911 RSR mit den Startnummern 911 und 912. Das ereignisreiche Rennen hatte in seinen 12 Stunden einiges in petto: turbulentes Geschehen im Feld, zahlreiche Gelb-Phasen und Restarts nach dem Safety-Car.

Und dennoch: Man wollte sich gebührend verabschieden. Und das gelang – auch wenn es bis kurz vor Rennende eine Zerreißprobe für die Nerven blieb. Kontinuierlich arbeitete sich Nick Tandy in der Startnummer 911 an den Führenden heran, um dann 15 Minuten vor Schluss den entscheidenden Akzent zu setzen. In einem engen Feld kam es zu einer Kollision, die der Porsche Pilot umgehen und so die Führung übernehmen konnte. Über die verbleibende Zeit verteidigte Nick Tandy die Führung und schoss begleitet von großem Jubel über die Zielgerade. Die karierte Flagge wehte in einem Meer von Porsche Fahnen. Der Jubel bei Nick Tandy und seinen Teamkollegen Frédéric Makowiecki sowie Earl Bamber kannte keine Grenzen – vor allem Earl Bamber hatte gleich doppelt Grund zur Freude, als er direkt hinter Nick Tandy im Schwesternauto auf dem zweiten Platz ins Ziel kam.

Der doppelte Bamber.

Earl Bamber nahm beim letzten IMSA Auftritt eine besondere Rolle ein – besser gesagt: eine doppelte. Der Werkspilot startete in beiden Porsche 911 RSR. Somit fuhr er in der 911 an der Seite von Nick Tandy sowie Frédéric Makowiecki und in der 912 zusammen mit Laurens Vanthoor und Neel Jani. Der Routinier zeigte ein beeindruckendes Rennen und hielt somit am Ende verdient 2 Trophäen in die Höhe: eine für den Sieg und eine für Platz 2.

Krönung durch Kundenteam.

Erneut stand man in Sebring ganz oben auf dem Podium – zum dritten Mal in Folge. Als wäre der Sieg, Platz 2 und Gesamtplatz 3 in der Meisterschaft zum Abschied nicht schon schön genug, krönte das Team von Wright Motorsports den Erfolg. Das Kundensportteam fuhr mit Werksfahrer Patrick Long, Jan Heylen und Ryan Hardwick im Porsche 911 GT3 R auf Platz 1 in der GTD-Klasse.

12 Stunden für die Ewigkeit.

Die Freude des Erfolgs überwiegt der Trauer des Abschieds. Für den Moment. Wer weiß, wann man sich wiedersieht. Für die Zeit bis dahin wurde am Wochenende vom 14./15. November 2020 eine weitere Geschichte geschrieben, die ihren Weg in die Bücher der Motorsporthistorie finden wird. Eines ist sicher: Noch lange wird man vom letzten großen Porsche Tanz auf dem Parkett in Sebring sprechen.

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