10/23/2020

Großes Rennen und erster Sieg beim Petit Le Mans.

Selbst nach 10 Stunden können Sekunden entscheidend sein. Für das Porsche GT Werksteam traf genau das beim IMSA Rennen auf der Road Atlanta zu. Es wurde quasi eine Punktlandung.

Nach fordernden 10 Stunden beim Petit Le Mans war er endlich da: der erste IMSA Saisonsieg des Porsche GT Werksteam. In einem ereignisreichen Rennen blieb beiden Porsche Teams auch diesmal nichts erspart. Kollisionen, Fahrzeugdreher und der unermüdliche Druck der Konkurrenz. Auf der Road Atlanta wurde sich auch in diesem Jahr nichts geschenkt. Am Ende aber zeigte das Team im Porsche 911 RSR mit der passenden Startnummer 911, was es auszeichnet: Siegeswille, Teamgeist und eine perfekte Strategie. Besonders letzteres war gefordert, denn fast über das komplette Rennen blieb das Feld aufgrund von Safety-Car-Phasen dicht beieinander. Auf der etwas über 4 Kilometer langen Rennstrecke wechselte der Spitzenreiter regelmäßig – ein Zeichen dafür, wie stark das Feld besetzt war. Gegen Mitte des Rennens erlebte die Mannschaft um die Startnummer 911 mit den Piloten Frédéric Makowiecki, Nick Tandy und Matt Campbell eine Schrecksekunde: Das Fahrzeug mit Pilot Matt Campell am Steuer drehte sich nach einer Kollision. Der RSR wurde dabei jedoch nur leicht beschädigt und konnte das Rennen fortsetzen.

Die Startnummer 912 mit den Piloten Laurens Vanthoor, Earl Bamber sowie Mathieu Jaminet legte ebenfalls einen starken Auftritt hin. Laurens Vanthoor fuhr die schnellste Runde aller Teams in der GTLM-Klasse. Ausgebremst wurde das Team im Rennverlauf allerdings durch eine Durchfahrtsstrafe wegen einer Kollision. Diese kostete das Team gute 30 Sekunden.

Familiensache: Das Schwesternauto war zur Stelle.

Während die Startnummer 912 durch die Boxengasse musste, war das Schwesternauto zur Stelle und setzte den Führenden weiter unter Druck. Als der Spitzenreiter kurz vor Rennende in die Box musste, nutzte Frédéric Makowiecki die Chance und übernahm die Führung. Diese behielt der Porsche Werkspilot bis zum Ende des Rennens, das wegen einer erneuten Kollision, in die auch die Startnummer 912 verwickelt war, hinter dem Safety-Car beendet wurde.

Somit war er da, der erste Sieg in der laufenden IMSA Saison. Die Startnummer 911 gewann das Rennen auf der Road Atlanta am Ende mit nur 1,779 Sekunden Vorsprung – eine Punktlandung sozusagen. Das Schwesternauto mit der 912 sah das Ziel trotz unverschuldeter Kollision kurz vor Rennende auf Platz 5.

Die Freude über den Sieg war groß – und so geht es nun mit breiter Brust ins sonnige Kalifornien. Denn dort findet bereits am 1. November das nächste IMSA Rennen statt.

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