10/19/2020

Hattrick! Das war der Carrera Cup auf dem Red Bull Ring

Es war ein perfektes Wochenende für Dylan Pereira: Der Förch-Racing-Pilot gewann auf dem Red Bull Ring alle drei Rennen und führt nun die Meisterschaft mit 154 Punkten an.

Dritter Saisonsieg: Dylan Pereira gewinnt das erste Rennen des Wochenendes

Als die Piloten in ihren 485 PS starken Porsche 911 GT3 Cup am Samstagnachmittag in die Startaufstellung fuhren, herrschten bei bedecktem Himmel und Außentemperaturen von 13 Grad Celsius herbstliche Wetterbedingungen auf dem Red Bull Ring. Nachdem Pole-Setter Leon Köhler vom Team T3/HRT Motorsport durch einen missglückten Start bis auf den letzten Platz zurückfiel, prägte das Duell zwischen dem Führenden Larry ten Voorde und Verfolger Dylan Pereira das Rennen in der Steiermark. Runde für Runde erhöhte Pereira den Druck – im elften Umlauf zog er an dem Nebulus Racing by Huber-Piloten vorbei und überquerte im 30-minütigen Rennen als Erster vor ten Voorde die Ziellinie. Über sein zweites Podium im Porsche Carrera Cup Deutschland freute sich Rookie Laurin Heinrich vom Team T3/HRT Motorsport, der Dritter wurde.

In der ProAm-Wertung setzte sich Carlos Rivas (Black Falcon Team Textar) durch – der vierte Klassensieg für den Luxemburger. Außerdem schafften es Georgi Donchev (Overdrive Racing by Huber) und Stefan Rehkopf (Nebulus Racing by Huber) aufs ProAm-Podium.

Zweites Rennen, zweiter Sieg – drittes Rennen, Hattrick!

Nach seinem Sieg am Samstag entschied Dylan Pereira auch die beiden Sonntagsrennen im Rahmenprogramm des ADAC GT Masters für sich. Durch seinen Hattrick auf dem österreichischen Red Bull Ring ist der 23-Jährige neuer Spitzenreiter im nationalen Markenpokal. Im ersten Sonntagslauf gelang Pereira ein besserer Start als Pole-Debütant Laurin Heinrich – der Förch-Pilot zog bereits in Kurve eins vorbei. Im Anschluss setzte sich Pereira ab und unterstrich mit einem souveränen Sieg seine Titelambitionen. Den zweiten Platz belegte erneut Larry ten Voorde. Der Niederländer überholte Heinrich ebenfalls in der Anfangsphase. Heinrich erreichte als bester Fahrer des Porsche Carrera Cup Deutschland Talent Pool, dem Nachwuchsprogramm des Markenpokals, Platz drei.

Im zweiten Sonntagslauf zeigte sich Pereira beim Start erneut hellwach: Von Position drei überholte er auf den ersten Metern ten Voorde sowie Pole-Setter Heinrich. Auch beim Re-Start nach einer Safety-Car-Phase blieb Pereira konzentriert und sah nach 21 Runden vor Heinrich als erster die Zielflagge. Sein Teamkollege Leon Köhler überquerte auf der 4,318 Kilometer langen Strecke als Dritter die Ziellinie, wurde nach dem Rennen allerdings disqualifiziert, da das Fahrzeug nicht dem technischen Reglement entsprach. Somit belegte ten Voorde den dritten Podiumsplatz.

Wir haben für alle Rennen ein hervorragendes Set-up gefunden. Beim zweiten Sonntagslauf war der Start die entscheidende Situation, als ich direkt an die Spitze fahren konnte. Die Tabellenführung fühlt sich super an, aber es wird bis zum Finale ein offener Kampf.

In der ProAm-Wertung gewann Carlos Rivas (Black Falcon Team Textar) beide Sonntagsrennen. Im ersten Lauf komplettierten Stefan Rehkopf (Nebulus Racing by Huber) und Georgi Donchev (Overdrive Racing by Huber) das Klassen-Podium. Rivas vor Matthias Jeserich (CarTech Motorsport by Nigrin) und Rehkopf lautete die Reihenfolge im zweiten Sonntagsrennen.

Ein besonderes Wochenende in Spielberg erlebte Felix Neuhofer (Overdrive Racing by Huber). Der Österreicher fuhr auf seiner Heimstrecke und sammelte mit einem elften Platz im zweiten Rennen wichtige Meisterschaftspunkte.

Drei unterhaltsame Rennen mit vielen leidenschaftlich und trotzdem fair geführten Duellen – genau das macht den Porsche Carrera Cup Deutschland aus. In der Meisterschaft ist weiterhin alles offen und ich bin gespannt, wie der Kampf um den Titel weitergeht.

Nach sieben von elf ausgetragenen Läufen herrscht Spannung in der Meisterschaft: Mit 154 Punkten führt Pereira vor ten Voorde (146 Punkte). Hinter dem Duo folgt mit 90 Zählern Heinrich. Für die nächsten beiden Rennen der Saison 2020 reist der Porsche Carrera Cup Deutschland gemeinsam mit dem ADAC GT Masters an den Lausitzring (30. Oktober bis 1. November). Die Strecke in Brandenburg ersetzt die ursprünglich am gleichen Datum auf dem Circuit Zandvoort geplanten Läufe. Aufgrund der steigenden Anzahl an Corona-Infektionen in den Niederlanden und der Einstufung als Risikogebiet hat sich das ADAC GT Masters kurzfristig für einen Wechsel des Austragungsortes entschieden.

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