9/11/2020

Live Ticker 24h von Le Mans

Rennende.

Die 88. Auflage des legendären 24-Stunden-Rennens an der Sarthe ist vorbei. Für das Porsche Werksteam hielt der Klassiker in Frankreich leider keine glückliche Überraschung mehr bereit. Der 911 RSR #91 beendete das Rennen auf Platz 5. Das Schwesterauto mit der #92 fuhr als 6. über die Ziellinie.

Die Reparaturarbeiten an beiden Fahrzeugen kosteten das #TeamPorsche zu viel Zeit. Am Ende war der Rückstand uneinholbar. Dementsprechend enttäuscht wirken alle Beteiligten auf den ersten Blick. Auf den Zweiten jedoch nimmt das Team diesen Rückschlag sportlich – gar kämpferisch. Denn bereits jetzt steht fest: im nächsten Jahr wird man alles daransetzen, die Stärken des neuen Porsche 911 RSR voll auszuspielen und den Klassensieg erneut in Angriff zu nehmen.

In der GTE AM Klasse hielt die Spannung bis zur Zieleinfahrt an: knapp 40 Minuten vor Rennende kam es zu einem heftigen Einschlag in der LMP2 Klasse. Das daraus resultierende Safety Car lies da Feld eng zusammenrücken. Auf Rang 2 liegend startete der 911 RSR #56 von Team Project 1 vor den Markenkollegen in der #77 von Dempsey-Proton Racing in die finale Phase des Rennens. 23 Minuten vor Rennende kehrte das Safety Car zurück und die Action nahm seinen Lauf: auf der Mulsanne Geraden überholte Matt Campbell, in der #77 fahrend, den vor ihm liegenden Team Project 1 911 RSR #56 und beendete das Rennen auf einem verdienten zweiten Platz. Team Project 1 geriet nach Campbells Überholmanöver am Ende derselben Runde mit seinem Verfolger aneinander – und verlor den dritten Platz.

21 Stunden nach Rennstart.

Das Rennen biegt auf die Zielgerade ein. Bei noch ca. 3 Stunden verbleibender Rennzeit auf dem Circuit de la Sarthe und konstantem Wetter ist eigentlich keine Überraschung mehr zu erwarten. Eigentlich. Denn die letzten Jahre haben bewiesen, dass sich das Rennen auch gerne erst einmal in der letzten Runde kurz vor der Zieleinfahrt entscheiden kann. Dennoch sind die Erwartungen beim Porsche Werksteam verhalten. Der Porsche 911 RSR #91 liegt auf Platz 6. Das Schwesterauto rangiert, nach den Problemen mit der Servolenkung, abgeschlagen auf Platz 7.

Versöhnlicher sieht es dabei weiterhin in der GTE AM Klasse aus. Auf Platz 2 liegend zeigt derzeit Matteo Cairoli von Team Project 1 im Porsche 911 RSR #56 eine beeindruckende Performance. Nur ein Platz dahinter liegt derzeit der Porsche 911 RSR #77 von Dempsey-Proton Racing. Weitere Porsche 911 RSR Modelle stehen in Lauerstellung bereit, ebenfalls einen Podiumsplatz in Angriff zu nehmen. Es bleibt abzuwarten, welches Kundenteam am Ende das Rennen macht – doch stehen Chancen auf ein Porsche Podium bei der 88. Auflage des 24-Stunden-Klassikers sehr gut.

19 Stunden nach Rennstart.

Die Sonne geht auf über Le Mans. Und mit ihr steigen die Temperaturen an. Bisher blieb das Rennen von schlagartigen Wetterumbrüchen verschont, doch die Geschichte zeigt: es kann noch alles passieren.

Für das Werksteam mit den beiden 911 RSR #91 und #92 hat sich die Lage in den frühen Morgenstunden nicht verändert. Aufgrund der technischen Probleme liegen die Fahrzeuge auf den hinteren Rängen der GTE PRO Klasse. Natürlich hatte sich das Team die Premiere des neusten Modells des Hochleistungssportlers auf der Rennstrecke an der Sarthe anders vorgestellt. Dennoch ist man weiterhin mit vollem Engagement auf dem Track unterwegs – denn die Daten aus dem Rennen werden anschließend analysiert und als Grundlage für das nächste Jahr genutzt.

Weiterhin spannend ist es hingegen in der GTE AM Kategorie: Mit dem 911 RSR #77 und #99 von Dempsey-Proton Racing, dem 911 RSR #56 von Team Project 1 und dem 911 RSR #86 von Gulf Racing liegen gleich vier Rennwagen von Kundenteams in den Top 6 der Rennklasse. Bei noch 5 verbleibenden Rennstunden stehen die Chancen gut, dass ein Porsche in der GTE AM Kategorie auf dem Podium landet.

17 Stunden nach Rennstart.

Aufgrund der Terminverschiebung in den September erleben die Fahrer des #TeamPorsche eine besonders lange Nacht in Le Mans. Das Team versprach sich von den kühleren Temperaturen mehr Stints unter Volllast. Doch wie bereits in den ersten Rennstunden, ist das Rennglück nicht auf der Seite vom Porsche Werksteam. Nachdem in den frühen Abendstunden bereits beim 911 RSR #92 die Servolenkung einen Reparaturstopp erzwang, durchlebte die #91 ein ähnliches Drama: nach 13,5 Rennstunden meldete Frédéric Makowiecki ebenfalls Probleme mit der Servolenkung. Doch glücklicherweise ging es nach einem kurzen außerplanmäßigen Reparaturstopp weiter für die #91.

Doch rund lief es auch danach nicht. 20 Minuten später kehrte die #91 erneut an die Box zurück – Probleme mit der Elektrik. Das Schwesterauto hat es unbeschadet durch die Nacht geschafft. Ist jedoch weiterhin chancenlos auf eine Platzierung auf den vorderen Plätzen.

In der GTE AM Klasse konnte das Team von Dempsey-Proton Racing den Anschluss wahren. Die Fahrer Matt Campbell, Riccardo Pera und Christian Ried liegen aktuell auf dem 2. Rang mit ihrem Porsche 911 RSR.

8 Stunden nach Rennstart.

Für das Team rund um den 911 RSR #92 war es in den letzten Stunden nicht leicht: ein früher Reifenschaden zwang Kévin Estre früh an die Box. Michael Christensen übernahm und konnte den Kontakt zur Spitze wiederherstellen. Dieser währte bis zum zweiten Teil des Doppelstints von Laurens Vanthoor. Kurz nach seinem planmäßigen Stopp meldete er Probleme mit der Servolenkung. Der Rennwagen musste an die Box zurückkehren und wurde dort aufwendig repariert. Aufgrund dessen verlor das Team um Estre, Christensen und Vanthoor über eine halbe Stunde und ist damit – zumindest bei einem normalen Restverlauf des Rennens – chancenlos auf den Sieg.

Das Schwesterauto mit der Nummer 91 blieb bisher von etwaigen Problemen verschont, liegt jedoch auf Rang 5 knapp zwei Runden hinter dem führenden der GTE PRO Klasse. Zu allem Überfluss waren die letzten Rennstunden von mehreren, sehr langen Safety-Car-Phasen geprägt. Die Hoffnung und der Siegeswille des Teams ist ungebrochen – doch werden alle Realisten einsehen, dass nur noch großes Rennglück für den angestrebten Klassensieg sorgen können.

Stunde 4 nach Rennstart.

Nach 3,5 Stunden lautet das erste Zwischenfazit, dass es ein harter Kampf wird. Die Teams der GTE PRO und GTE AM Klasse schenken sich nichts. Racing wie es eben zu einem 24-Stunden-Rennen passt.

Aktuell liegt der Porsche 911 RSR #91 auf Platz 6 – das Schwesterauto #92 liegt knapp davor auf Platz 5. Kévin Estre funkte zwischenzeitlich, dass die hinteren Ränge vor allem an der Beschleunigung auf den Geraden liegen. Nach einem heftigen Crash kurz nach Beginn des Rennens musste Thomas Preining im 911 RSR #88 vom Dempsey-Proton Racing Team einem Ferrari ausweichen und katapultierte sich dadurch selbst in die Streckenbegrenzung.

Doch das gehört alles zu einem 24h Rennwochenende an der Sarthe. Bei noch über 19 Stunden ist jedoch weiterhin alles im Bereich des Möglichen. Vor allem, wenn die Sonne vollständig untergegangen ist und das Rennen in den Nachtstunden sein spezielles Flair entfaltet – und dieses Mal werden wir ja eine besonders lange Nacht beim 24-Stunden-Rennen erleben.

1 Stunde nach Rennstart.

Willkommen zu den 24 Stunden von Le Mans. Das Rennen ist um 14:30 Uhr (CEST) in seine 88. Auflage gestartet. Aufgrund der zeitlichen Verschiebung des Rennens in den September, wurde der Rennstart eine halbe Stunde früher als üblich angesetzt.

Das #TeamPorsche feiert dieses Jahr das 50-jährige Jubiläum des ersten Gesamtsieges von 1970. In Anlehnung an die rot-weiße Farbkombination des 917 KH von Richard Attwood und Hans Herrmann gehen die beiden Porsche 911 RSR-19 mit (Nummer 91 und 92) an den Start beim berühmten 24-Stunden-Rennen.

Die von Richard Lietz, Gianmaria Bruni und Frédéric Makowiecki pilotierte Nummer 91 setzte am vergangenen Freitag im Hyperpole-Qualifiying mit einer Rundenzeit von 3:50,874 Minuten die Bestzeit und sicherte sich die Pole-Position. Das Schwesterauto mit der Nummer 92 wird von den Fahrern Laurens Vanthoor, Michael Christensen und Kévin Estre über die 13,626 Kilometer lange Rennstrecke gejagt.

In gewohnter Weise begann das 24-Stunden-Rennen mit dem fliegenden Rennstart. Die Nummer 91 führte das Feld bis auf die Mulsanne Gerade an. Dort musste Gianmaria Bruni die Führung jedoch abgeben, da sein Verfolger den Windschatten ideal auszunutzen wusste. Die Nummer 92 mit Kévin Estre an Board verteidigte den 6. Platz in der ersten Runde erfolgreich. Die beiden Werksporsche fielen im weiteren Verlauf der ersten Runden um ein paar Plätze zurück.

Die zeitliche Verschiebung und die zu erwartenden Wetterverhältnisse werden das 24-Stunden-Rennen bestimmen. Wir sind gespannt und freuen uns auf ein actiongeladenes Rennen an der Sarthe.

Vor dem Rennen.

Die 24 Stunden von Le Mans – sie stehen auch dieses Jahr wieder für Motorsport par excellence. Jede Sekunde zählt. In jeder Kurve ein neues Duell. Und das über den ganzen Tag. Damit euch über so eine lange Zeit kein Highlight entgeht, versorgen wir euch hier mit dem aktuellsten Renngeschehen aus Westfrankreich und liefern euch spannende Einblicke.

Bleibt dran und drückt die Daumen für das #TeamPorsche bei den 24 Stunden von Le Mans.

Ladies and gentlemen, start your engines. Los geht es mit dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans.

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