8/5/2020

Sintflutartiger Regen verhindert einen sichergeglaubten Sieg auf der Road America.

Eigentlich sollte dieses Wochenende alles anders werden. Eigentlich wollten Laurens Vanthoor und sein Teamkollege Earl Bamber auf der Road America den ersten Klassensieg einfahren und die Führung sowohl in der Fahrer- wie auch der Konstrukteurswertung übernehmen. Eigentlich wollte es ihnen das Schwesterauto rund um Frédéric Makowiecki und Nick Tandy gleichtun. Und eigentlich sah alles danach aus, dass der Plan aufgehen würde. Eigentlich. Doch dann setzten 50 Minuten vor Rennschluss sintflutartige Regenschauer ein, die alle Pläne zunichtemachten. Am Ende landeten Tandy und Makowiecki auf Platz 4 und Bamber und Vanthoor auf Platz 5. Das Wright Motorsports Kundenteam beendete das Rennen auch auf Platz 5.

Pole-Position mit neuem Rundenrekord.

Doch fangen wir ganz vorn an. Und zwar mit der Pole-Position vom Porsche 911 RSR #912, gefahren von Laurens Vanthoor. Der Belgier erzielte mit einer Zeit von 2:00,590 Minuten zum einen den neuen Streckenrekord in der GTLM-Klasse und zum anderen selbstredend die Pole-Position für das Rennen über 2:40 Stunden auf der Road America. Der zweite 911 RSR #911, gesteuert von Frédéric Makowiecki, nahm den vierten Saisonlauf von Platz 6 in Angriff.

Es verlief alles nach Plan. Doch dann kam der Regen.

Laurens Vanthoor startete mit seinem 911 RSR #912 an der Spitze des Fahrerfelds der GTLM-Klasse. Nach dem Start musste er kurzzeitig die Führung an eine Corvette abgeben, eroberte sie sich jedoch nach 15 Runden zurück. Und zog davon. Nach dem Boxenstopp übernahm sein Teamkollege Earl Bamber und entwischte der Konkurrenz um zwischenzeitlich mehr als 20 Sekunden. Auch für das Schwesterauto #911 sah es nach einem erfolgreichen Nachmittag auf der Road America, der Wiege des amerikanischen Motorsports, aus. Frédéric Makowiecki konnte die stabilere Reifen-Performance seines 911 RSR ab Runde 10 ausnutzen und fuhr bis vor auf Rang 3. Und plötzlich setzte der Regen ein. Zwar war dieser auf den Radaren vorhergesagt worden. Doch niemand rechnete mit diesem gewaltigen Niederschlag. Auf der Strecke entstand regelrechtes Chaos. Der Führende – Bamber in der #912 –drehte sich von der Strecke und verlor 2 Runden beim Versuch, wieder zurückzukommen. Das Durcheinander spülte Nick Tandy in der #911 auf Rang 1, jedoch musste er hinter dem Safety-Car einen weiteren Boxenstopp kurz vor Ende des Rennens einlegen und verlor 2 Plätze. Mit einer spektakulären Aufholjagd wollte der Brite Nick Tandy doch noch den Traum vom Klassensieg wahr werden lassen. Jedoch riss es ihn 2 Runden vor dem Ende des Rennens von der Strecke. Glücklicherweise blieb Nick Tandy unverletzt. Der Porsche 911 RSR #911 wurde schlussendlich als 4. gewertet. Bamber im #912 wurde 5.

Patrick Long überragt im Regen.

Bereits zu Beginn seines Doppelstints arbeitete sich der Porsche Werksfahrer Patrick Long von Platz 10 auf die siebte Position vor. Im Regenchaos konnte Long zwischenzeitlich bis auf den vierten Rang vorstoßen. Das Kundenteam überquerte nach einem chaotischen Rennen am Ende als fünftes die Ziellinie mit seinem 911 GT3 R.

Der Siegeshunger wächst.

Eigentlich gehen die Porsche Werksfahrer das nächste Rennen immer siegeshungrig an. Doch für das Rennen am 23. August auf dem Virginia International Raceway dürfte die Motivation der Piloten kaum mehr zu bremsen sein. Das Werksteam geht mit 9 Punkten Rückstand in den 5. Saisonlauf. Die Titelverteidiger in der Fahrerwertung Bamber und Vanthoor stehen weiterhin auf Rang 2 und ihre Markenkollegen Makowiecki und Tandy auf Rang 5. Jetzt geht es darum, das verhagelte Wochenende abzuschütteln und den vollen Fokus auf Virginia am 23. August zu legen. #teamporsche

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