8/4/2020

Wie der Motorsport der Zukunft aussehen könnte.

Motorsport fasziniert die Menschen heute wie damals an den Rennstrecken dieser Welt – und ist fest in unserer DNA verankert. Doch wie kann das Ganze in 100 Jahren aussehen? Genau mit dieser Frage haben sich die Designer von Automobilist beschäftigt. Auf dem Mond, dem Mars und in der futuristischen Mega-City Le Mans. Zeit zum Träumen.

Normalerweise stellen Pavel Turek und Jan Rambousek vom Designbüro Automobilist mithilfe von CGI und viel Recherche historische Motorsport-Momente realitätsgetreu nach. Nunfertigten sie eine exklusive Serie hochwertiger Poster, die nicht nur die Motorsport-Erfolge von Porsche konservieren, sondern auch jene in der Zukunft skizzieren. Klingt auf den ersten Blick ein wenig verrückt, sieht aber ziemlich spektakulär aus.

So zeigen sie zum Beispiel den 917 KH, der 1970 auf der Start-Ziel-Geraden von Le Mans auf dem Weg zu Platz 1 ist. Gleichzeitig verorten sie das Rennauto in ein fiktives Le Mans im Jahr 2054 – die französische Ortschaft hat sich inzwischen zu einer neonfarbenen Mega-City entwickelt. Der 356 SL, der 1953 die Carrera Panamericana in Mexiko bestritt, ist dagegen gleich mal auf einem anderen Planeten unterwegs: Genauer gesagt nimmt er im Jahr 2096 am zwölften Marsianischen Rennen auf dem Syrtis Major Plateau teil. Und auch ein 911 RSR ist mit dabei, der 1973 noch beim Langstreckenrennen in Daytona mitfuhr und künftig im Giordano Bruno Krater auf dem Mond seine schnellen Runden dreht.

Keine Frage, die Werke des Designstudios regen zum Träumen an. Wie Motorsport in der fernen Zukunft wohl sein wird? Wie erleben ihn die Fahrer, die Zuschauer, die Teams? Werfen wir gemeinsam einen Blick in die Glaskugel:

Die roten Winde: mit dem 356 SL auf dem Mars

Minus 60 Grad Celsius Außentemperatur. Roter Sand wirbelt auf und bedeckt die Windschutzscheiben mit einer feinen Schicht. Das zwölfte Marsianische Rennen ist in vollem Gange. Als Hommage an die Carrera Panamericana dienen die öffentlichen Bereiche der dreieckigen Hochebene Syrtis Major als Rennstrecke. Sie führt durch den Jezero-Krater und bis kurz vor die Tafelberge. Der 356 SL konnte seine Führung ausbauen. Doch das Wetter ist unberechenbar.

Funkspruch: »Wir erwarten einen Sandsturm aus südöstlicher Richtung. Bereite dich also darauf vor, dass dein Sichtfeld deutlich eingeschränkt wird.«

Fahrer: »Roger. Ich schalte PASM ein.«

Porsche K.I.: »Vielen Dank, dass Sie das Porsche Active Sandstorm Management eingeschaltet haben. Da Sie sich im Race-Modus befinden, ist der Auto-Pilot deaktiviert. Stattdessen sage ich Ihnen den weiteren Streckenverlauf an. Dies entspricht den aktuellen Reglements des Marsianischen Rennens. Sind Sie damit einverstanden?«

Ein neuer Blickwinkel: der 911 RSR auf dem Mond

Die Ränge im Porsche Experience Center Giordano Bruno Krater füllen sich allmählich, wie immer sind alle Tickets für das Moon Race restlos ausverkauft. Ex-Rennfahrer Hurley Haymoon konnte das Rennen während seiner Karriere fünf Mal gewinnen. Inzwischen ist er im Ruhestand und betreut nun als Experte für extraterrestrial racing eine Zuschauergruppe.

»Von hier aus hat man einen perfekten Blick auf die Strecke. Die Beschaffenheit des Kraters machte es möglich, einen Streckenverlauf zu konzipieren, der Eins zu Eins dem in Daytona gleicht. Wir sehen also ein vier Kilometer langes Oval mit stark überhöhten Kurven, kombiniert mit einem spannenden Infield.«

Ein kleiner Junge drückt seine Nase an die 16-fach verglasten Sicherheitsscheiben und sieht Haymoon dann mit großen Augen an:

»Was war dein schönster Moment im Rennen?«

»Das kann ich dir sagen: Wenn du nach 16 Stunden am Steuer des 911 RSR immer noch voll konzentriert auf die Strecke schaust und plötzlich vor deinen Augen die Erde aufgeht.«

Alles ist relativ: der 917 KH im futuristischen Le Mans

Alles geschieht auf dem Grid. Und alles ist möglich. Fiktion und Realität verschmelzen, wenn es darum geht, das beste Rennteam aller Zeiten zu ermitteln. 24 Stunden. Volle Konzentration, bis an die Grenze der Belastbarkeit. Le Mans ist eine digitale Millionen-Metropole, geschaffen von Programmierern – den modernen Schöpfern der Welten. Mit über 500 Sachen heizen die Hochleistungs-Prototypen quer durch die Stadt. Die bunten Leuchtreklamen verschwimmen für die Fahrer zu grellen Linien. 1000 Autos fahren mit.

Ein Porsche Teamchef brieft sein junges Team:

»Wir planen aktuell 29 Stints. Ihr kommt alle 50 Minuten in die Box, so sieht es die Simulation vor. So originalgetreu wie möglich. Deshalb steht auch alle vier Stunden ein Fahrerwechsel an.«

»Mit welchem Auto fahren wir eigentlich?«

»Weil wir in Pre-Races genügend Coins sammeln konnten, wurde uns nun der 917 KH freigeschaltet. Die Software lädt gerade die Konfiguration von 1970. Das heißt, wir tanken Benzin und fahren mit Gummireifen und Handschaltung. Kann damit jeder etwas anfangen?«

»‘Gute Fahrer haben die Fliegenreste auf den Seitenscheiben‘, hat doch dieser Walter Röhrl damals gesagt.«

»Das lässt sich bestimmt Programmieren.«

Blicken wir also gespannt in die Zukunft und freuen uns auf viele aufregende Rennen an außergewöhnlichen Orten. Übrigens, wem die Poster von Automobilist gefallen: Man kann sie in limitierter Anzahl auf der Homepage des Designstudios kaufen: https://bit.ly/AutomobilistStore-Porsche.

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