3/24/2020

Sebring Double Header 2019. Doppelte Rennaction in Florida.

Eine Strecke, zwei Rennserien, etliche Porsche Rennfahrzeuge und Tausende von Fans. Das Rennwochenende im Herzen Floridas wartet mit echten Superlativen auf: Das prestigeträchtige 12-Stunden-Rennen auf dem alten Flugplatz in Sebring ist das älteste Langstreckenrennen Nordamerikas und zählt zu den härtesten Rennen der Welt. Der Double Header mit den beiden Rennserien FIA World Endurance Championship (WEC) und IMSA WeatherTech SportsCar Championship (IWSC) stellt ein Motorsportevent im XL Format dar.

Zu den Ergebnissen

Die Mobil 1 Twelve Hours of Sebring sind seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil im IMSA Rennkalender. 2019 gibt es die erste Ausgabe eines wahrlich historischen Wochenendes: Sowohl die Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC als auch die IWSC tragen am selben Wochenende ihre Rennen auf derselben Strecke aus. Mit den 1.000 Miles of Sebring kehrt die WEC das erste Mal seit 2012 hierher zurück – an den Ort, wo seit 1952 Langstreckenrennen Tradition sind.

Das Design der 911 RSR der Werksteams unterscheidet sich deutlich voneinander: Wie bereits in Daytona wird das Werksteam in der IMSA – als Hommage an deren 50-jährige Geschichte – im legendären Brumos-Design antreten. Die beiden Werkselfer in der WEC fahren im traditionellen Porsche Wappen-Design mit.

Für die 1.000 Meilen der WEC starten zwei 911 RSR mit Wappen-Design in der GTE Pro-Klasse. Im Fahrzeug mit der Nummer 91 sitzen Richard Lietz (Österreich) und Gianmaria Bruni (Italien), das 2. Fahrzeug mit der Nummer 92 wird von Michael Christensen (Dänemark) und Kevin Estre (Frankreich) pilotiert. Das Rennen ist das 6. Event der Super Season, die in den 24h von Le Mans ihr fulminantes Ende nimmt. Zudem fahren 3 Kundenteams mit Werksunterstützung in der GTE Am-Klasse mit – Porsche Fans kommen also voll auf ihre Kosten.

Bei den Mobil 1 Twelve Hours of Sebring gehen wir mit 2 Werksfahrzeugen an den Start: Im 911 RSR mit der Nummer 911 sitzen Nick Tandy (Großbritannien), Patrick Pilet und Fred Makowiecki (beide Frankreich). Das Schwesterfahrzeug mit der Nummer 912 fahren Earl Bamber (Neuseeland), Laurens Vanthoor (Belgien) und Mathieu Jaminet (Frankreich). Die Besetzung im 912er belegte Platz 3 in Daytona – jetzt, im 2. Rennen der Saison, soll es noch besser laufen. 3 weitere Kundenteams bekommen in der GTD-Klasse Verstärkung von Porsche Werksfahrern.

Kräftezehrende Rennen auf dem ehemaligen Rollfeld.Über Amerikas älteste Langstrecke sagt der Veranstalter stolz: „Unser Rennen dauert nur halb so lang wie Daytona, ist aber doppelt so qualvoll.“

Es sind die extremen Bodenwellen, die den Sebring International Raceway zu einem solchen Härtetest für Fahrer und Rennfahrzeuge machen: Denn die 6,02 Kilometer lange Strecke besteht neben einer Asphaltdecke teilweise auch aus Betonplatten. Sie stammen noch aus dem Zweiten Weltkrieg, in denen die US Army hier einen Flugplatz betrieb. Als der Flugplatz Ende der 1940er Jahre in eine Rennstrecke umgebaut wurde, integrierte man die zwei Startbahnen kurzerhand in die Streckenführung – mit eben jenen harten Übergängen, die bis heute den schonungslosen Charakter des Raceways ausmachen.

Wegen der Kombination aus unebener Strecke, Floridas heißem Klima und schnellen Geraden gilt Sebring bei vielen Rennteams als Härtetest für Le Mans. Unter den Fahrern als ‚Buckelpiste‘ berüchtigt, sehen Rennsport-Anhänger in Sebring wiederum eine der fanfreundlichsten Rundstrecken: Die Zuschauer profitieren hier von einer ausgezeichneten Sicht auf das Renngeschehen und einem direkten Zugang zu den Fahrerlagern.

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