3/24/2020

Zwischen Wüstensand und Energiemanagement: Am Ende kam es anders.

Es war das 2. Rennen der noch jungen Formel E Saison, das direkt am Folgetag in Riad stattfand – und was war nicht alles los. Der Ad-Diriyah Formula E Circuit war durch mit Wüstensand bedeckte Stellen noch immer rutschig und somit auch an Tag 2 schwer zu fahren. Dementsprechend ereignisreich war das heutige Rennen auch.

Wie anspruchsvoll die Strecke in Saudi-Arabien wirklich zu fahren war, zeigten die zahlreichen Unfälle, die in einem schnellen und eng umkämpften Rennen passierten. Gelbe Flaggen, Safety Car Phasen und eine Full-Course-Yellow Phase machten das Rennen spannend und sorgten für eine Herausforderung: Das Energiemanagement stand heute wohl besonders im Fokus. Immer wieder wirbelte Sand von der Strecke auf und signalisierte so allen Beteiligten: Das Tempo ist hoch, denn hier wird nichts verschenkt. Nicht selten führte dies heute zu kleineren und größeren Unfällen – und zu anschließenden Safety Car Phasen, die das Feld immer wieder dicht zusammenführten und dadurch jeglichen herausgefahrenen Vorsprung wieder zunichte machten. Es galt, die Konzentration hoch und die Augen offen zu halten. Schließlich wird pro gefahrener Safety Car Minute den Fahrern Energie abgezogen, was über die Dauer des Rennens zu einem entscheidenden Faktor werden kann. Die Renninstrukteure des TAG Heuer Porsche Formula E Team behielten den Energiehaushalt der beiden Porsche 99X Piloten stets im Auge und vermeldeten so regelmäßig über Funk: „Energie ist gut, Energie ist gut!“

Safety Car raus, Tempo rein.

Immer wieder nahm das Rennen rasant Tempo auf, sobald das Safety Car die Strecke verlassen hatte und die Grüne Flagge das Rennen freigab. André Lotterer startete von Position 10 ins Rennen und verteidigte über weite Strecken hinweg seine Platzierung, bis er schließlich seinen Rhythmus in dem anspruchsvollen Rennen fand und in den Angriffsmodus überging. Wie am gestrigen Freitag kämpfte er sich Position um Position nach vorn und zeigte dabei sein ganzes fahrerisches Können. Der TAG Heuer Porsche Formula E Pilot fuhr ein konsequentes Rennen und überquerte als 6. die Ziellinie in Riad. Doch dabei blieb es nicht. Nach Ende des Rennens gab es etliche Untersuchungen durch die Rennleitung und damit verbundenen Strafen. Eine davon traf auch André Lotterer: Der Porsche Pilot wurde wegen eines Überholmanövers während einer Safety Car Phase mit einer Strafe belegt, die ihn auf Platz 14 zurückwarf. Sein Teamkollege Neel Jani konnte im Laufe des Rennens immer wieder Plätze gut machen und beendete das Rennen auf Platz 13.

Auch, wenn es am Ende anders als zuerst angenommen ausging, bleiben es trotz der Strafe gegen Lotterer erfolgreiche Tage für das gesamte TAG Heuer Porsche Formula E Team. Dennoch haben wohl nur die Wenigsten mit einem Podiumsplatz im ersten Rennen für das Team aus Zuffenhausen gerechnet. Kaum ist das heutige Rennen in Riad beendet, vermisst man die Rennatmosphäre der Formel E schon. Dafür steigt direkt die Vorfreude auf das nächste Rennen der Saison. Der Biss, den die beiden Porsche Piloten gezeigt haben, macht deutlich: das war nur der Vorgeschmack. Denn der Hunger auf das Podium wird jetzt so richtig groß ...

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