3/24/2020

Eine City Story aus Mexico City.

Die Leidenschaft in den Herzen von Mexicos Straßenfußballern

Während das Tag Heuer Porsche Formel E Team auf den Straßen dieser Welt unterwegs ist, treffen wir zusammen mit Neel und André genau dort die Menschen, die wie wir ihre Träume mit kompromissloser Leidenschaft verfolgen. Auf den Straßen von Mexiko City stellen wir bei einem spontanen Kick mit einem Team begeisterter junger Straßenfußballer sehr schnell fest, wie sehr wir uns in dem ähneln, was uns antreibt. Und eines ist sicher: der Hunger nach mehr ist völlig unabhängig von Alter, Kultur und sozialem Hintergrund.

Der Jubel bei jedem Tor, jedem Schuss oder jeder starken Parade ist oft ohrenbetäubend. Doch er ertönt in diesem Fall nicht aus dem legendären Azteca Stadium in dem Maradona in die Annalen der Geschichte stürmte, sondern aus jeder Seitenstraße, Gasse, von jedem Rasenstück oder staubigen Platz, den man in Mexiko City finden kann.

So klingt nur Straßenfußball. Das pulsierende Herz mexikanischer Leidenschaften.

Ob Musik, Essen, Tanz oder Traditionen – in Mexiko wird nichts halbherzig gelebt. Beim Thema Fußball sind die Mexikaner jedoch geradezu fanatisch. Und das hört man an den Straßenecken, den Bars, den Clubs oder durch offene Fenster, sogar im Chor einer Mariachi Band.

Seit die ersten Schüler der Jesuiten- und Marienorden 1897 begannen Fußball zu spielen, hat sich das Land Hals über Kopf in diesen wunderschönen Sport verliebt. Schon bald formten sich regionale Teams und Ligen und gründete sich 1927 der mexikanische Fußballverband.

Doch es sind die Straßen von Mexiko City, in denen die wahre Leidenschaft lebt. Wo rivalisierende Kids Computerspiele und andere Verheißungen des modernen Lebens vergessen, um bis tief in die Nacht einen Ball zu kicken, der seinen letzten Streifen Leder bereits vor einigen Sommern verloren hat. Hier, im dicht besiedelten Stadtteil Santa Cruz Meyehualco, tragen die Kids T-Shirts mit den Namen ihrer Helden, wie „Chicharito“ (spanisch für „kleine Erbse“) auf den Rücken gekritzelt. Und genau hier träumen sie davon, eines Tages für „El Tri“ zu spielen.

Was aber treibt Kinder an, dieses Spiel in den unberechenbaren Straßen von Mexiko City so leidenschaftlich zu spielen? Den Versuchungen der Gangs zu widerstehen und enge Freundschaften mit ihren Teamkollegen zu schließen? Straßenfußball über das schnelle Geld oder die glitzernde Welt der sozialen Medien zu stellen?

Für Kinder wie Marco, Gerson, Alyin, Emiliano, Yair, Edwin, Alexis, Samanta, Diego, Andres und Alenjandro ist

Fußball kein Spiel um Leben und Tod; es ist viel wichtiger als das.

Was bedeutet Fußball für dich?

Spaß und Kameradschaft…

Gibt es irgendetwas, das dich vom Fußballspielen abhalten könnte?

Nichts würde mich je vom Spielen abhalten.

Was bedeutet Fußball für dich?

Fußball bedeutet eine gute Zeit mit Freunden. Da vergesse ich all meine Probleme.

Warum nicht zuhause bleiben und Computer spielen?

Wenn ich am Computer bleibe, werde ich verrückt. Beim Fußball kann ich mehr machen, ich kann spielen, statt am Bildschirm oder Handy zu kleben.

Was ist das Erste, woran du beim Aufwachen denkst?

Das erste woran ich denke, ist einen schönen Tag zu haben. Nicht nur in der Schule, sondern auch beim Training, und jedes Mal besser zu werden.

Wie fühlt es sich für dich an, in einer so großen Stadt wie Mexiko City aufzuwachsen?

Für mich ist das Aufwachsen in so einer großen Stadt eine große Chance, was Träume angeht... und Ziele.

Macht es einen Unterschied, ob man mit Mädchen oder Jungs spielt?

In Wahrheit gibt es gar keinen Unterschied. Wir haben beide das gleiche Potenzial.

Wenn du keinen Fußball spielen könntest, welchen anderen Sport würdest du machen oder was würdest du sonst tun?

Wenn ich keinen Fußball spielen könnte, würde ich ein Spiel erfinden. Mit einem Stein oder sowas ähnlichem...

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