3/24/2020

Die 24 Stunden von Spa: Les Combes und der Wettergott.

Gelbe Flagge. Rote Flagge. Fast 6 Stunden Rennunterbrechung. Oder: wie die 71. Auflage der 24 Stunden von Spa in die Motorsportgeschichte eingehen wird.

Fast ununterbrochen fiel Regen aus dem wolkenverhangenen Himmel über dem Circuit de Spa-Francorchamps in Belgien auf die Strecke. Mal war sie nass, mal war sie trocken. Und dann: war sie unbefahrbar. Zu diesem Zeitpunkt steckte das Rennen tief in der Nacht und der Kampf um den Sieg war in einem von Unfällen und Full-Course-Yellow-Phasen geprägten Rennen unermüdlich in vollem Gange. Nachdem sich die Bedingungen kontinuierlich verschlechterten, hieß es gegen 5:45 Uhr: Rennpause. Zu stark regnete es, zu gefährlich war der Kurs bei schlechter Sicht in der Nacht. Es ging in die Boxen.

Als es am Sonntag um 11:30 Uhr wieder auf die Strecke ging, fand die nervenaufreibende Hatz ihre Fortsetzung. Der unterbrochene Dreikampf zwischen dem GPX-Porsche, dem Black-Falcon-Mercedes und dem WRT-Audi ging nun in die entscheidende Phase. Auf der noch immer nassen Strecke konnte der Porsche 911 GT3 R des GPX-Teams mit Kevin Estre am Steuer seine ganze Stärke beweisen. 2 Stunden vor Schluss führte Nico Müller im Audi das Rennen an, bevor es temporeich auf die Kurvenkombination „Les Combes“ zuging. Eben die Stelle, an der Estre zuvor bereits Marco Engel im Mercedes überholen konnte, rutscht nun Nico Müller im Audi unter Druck vom Estre weg und machte durch seinen Fehler den Weg frei für Estres Siegesfahrt ins Ziel.

Kevin Estre, Michael Christensen und Richard Lietz im 911 GT3 R brachten nach einem feuchten Rennen den erneuten Porsche Sieg in Spa-Francorchamps in trockene Tücher.Abgerundet wurde der Porsche Erfolg in Spa mit dem ROWE-Porsche auf Platz 2 sowie weiteren 3 911ern in den Top 10.

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