3/24/2020

Spannend, spannender, Daytona.

Die 24 Stunden von Daytona laden dazu ein, in Superlativen zu sprechen: Ein Langstreckenrennen, das durch bis zu 31° steile Kurven führt. Vorbei an Palmen und einer Tribüne mit Platz für über 100.000 Zuschauer. Doch dieses Jahr waren Strecke und Umgebung nur Beiwerk. Das eigentliche Highlight war der Kampf in der GTLM-Klasse. Der hatte sich bereits Anfang Januar beim Roar before Daytona – dem offiziellen Testlauf der IWSC-Saison – angekündigt. Um nur eine Tausendstelsekunde verfehlte Nick Tandy die Bestzeit in der Klasse. Und auch die neuen Werksfahrer Matt Campbell und Mathieu Jaminet fanden sich auf Anhieb bestens in der neuen Teamkonstellation zurecht. Beste Voraussetzungen also für die IWSC-Premiere des neuen 911 RSR.

Die guten Vorzeichen wurden im Qualifying sogar noch mehr: Laurens Vanthoor im 911 RSR #912 und Nick Tandy in der Nummer 911 lieferten sich am Donnerstag einen Schlagabtausch um die beste Rundenzeit. Den Tandy schließlich für sich entscheiden konnte. Das bedeutete für den Rennstart am Samstag: Doppel-Pole.

Und so ging es weiter: Rennstart bei strahlendem Sonnenschein. Drei erste Stunden, in denen unsere 911 RSR, im Formationsflug die Spitze der GTLM-Klasse gegen ein starkes Konkurrenzfeld verteidigten. Kurzum: Traumhafte Bedingungen für Fahrer und Zuschauer. Doch mit Einbruch der Nacht wendete sich das Blatt. Der BMW M8 GTE mit der Startnummer 24 jagte uns die Führung ab, setzte sich vor unsere Fahrzeuge. Pech für uns. Glück für die Zuschauer. Denn vor allem Vanthoor, Bamber und Jaminet in der #912 pushten ununterbrochen. Und lieferten sich so eine spannende Hatz mit dem BMW durch die Steilkurven. Stundenlang ging das Kopf-an-Kopf-Rennen hin und her. Immer wieder wechselten wir uns mit dem starken Konkurrenten an der Spitze ab. Es sah so aus, als wäre nun der Moment gekommen, um wegzuziehen. Doch es kam anders: Schlussendlich gelang es dem BMW, einen knappen Vorsprung ins Ziel zu retten. Damit endete das Debut der neuen Generation 911 RSR in der IWSC nach 24 Stunden auf Platz 2 und 3 des Podiums. Eine beeindruckende Demonstration von Ausdauer und Siegeswillen. Und beste Aussichten auf eine spannende Saison für Fahrer, Team und Zuschauer. Wir sehen uns in Sebring!

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