3/24/2020

Zwischen Freud und Leid.

Ein hart umkämpftes Rennen im amerikanischen Süden liegt hinter den Teams. Unter trübem Himmel fand beim 6 Stundenrennen in Austin der fünfte Lauf der aktuellen FIAWEC-Saison statt.

Bei ungewöhnlich kalten Wetterbedingungen war das erste Rennen nach der Winterpause im neuen Jahr geprägt von einem ausgeklügelten Reifen-Management: Diesmal ging es weniger darum, die Reifen aufgrund von Hitze zu schonen, sondern vielmehr darum, sie auf Betriebstemperatur zu bringen. Dass dies mehr als gut gelang, zeigte sich bereits im Qualifying. Direkt fuhr der Porsche 911 RSR mit der Startnummer 91 nach einem starken Auftritt auf Platz 2 und startetet somit aus aussichtsreicher Position ins Rennen.

Die Motorsport-Fans, die den Weg zum Circuit of the Americas fanden, erlebten 6 spannende Stunden: Abwechslungsreiche Kämpfe und Boxenstopp-Strategien prägten ein intensives Rennen, das trotz so manchem Kontakt ohne einzige Safety-Car-Phase zu Ende ging. An der Spitze des Feldes war es ein kontinuierlicher Wettstreit um die besten Plätze. Bis das Rennen nach 6 Stunden und insgesamt 173 gefahrenen Runden sein Ende fand, schafften es die beiden Porsche Piloten Kévin Estre und Michael Christensen den zweiten Platz zu verteidigen, und fuhren so im fünften Rennen der jungen Saison bereits den vierten Podiumsplatz ein.

Unter unglücklichen Umständen fand der Zweikampf zwischen Ferrari und dem zweiten 911 RSR ein jähes Ende: Nach einer der vielen Kurven auf dem anspruchsvollen Rundkurs bremste den auf Platz 4 liegenden Porsche #91 ein technischer Defekt aus: Gianmarie Bruni konnte kurzzeitige keine Gänge mehr einlegen. Nach einem Restart der Elektrik rettete er das Fahrzeug in die Box – ein aufwendiger Wechsel der Batterie kostete wertvolle Zeit und somit die Chance auf eine der vorderen Platzierungen. Nichtsdestotrotz beendeten die beiden Piloten das Rennen auf dem siebten Platz.

Der Blick geht nach vorn.

Blickt man auf den Rennverlauf von Austin, so schaut man mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück: Auf der einen Seite konnten Kévin Estre und Michael Christensen mit dem zweiten Platz ein tolles Rennen hinlegen und weitere wichtige Punkte in der Meisterschaft sammeln. Auf der anderen Seite warfen Richard Lietz und Gianmarie Bruni technische Probleme aus guter Position zurück. Am Ende jedoch ist auch das Teil des Motorsports. Und: Auch, wenn man in Austin Pech hatte, stimmte bei beiden Fahrzeugen Strategie und Tempo. So kann das gesamte Team nun frohen Mutes den Blick nach vorn richten.

Teilen